Als Erntehelfer nach Down Under PDF Drucken

Ausklinken aus dem Alltag: Mit Work & Travel oder einem Freiwilligenjob in Afrika oder Lateinamerika. Fotos: TravelWorks/Montage: B.HavaWas müsst ihr bei einem Work & Travel-Trip ans andere Ende der Welt alles bedenken?

Ihr sehnt euch nach einer Auszeit zwischen Schule und Ausbildung? Ihr träumt vom Löwenstreicheln in Afrika oder Tauchen am Great Barrier Reef? Wer darüber nachdenkt, sich mit Work & Travel oder Freiwilligenarbeit aus dem Alltag auszuklinken, muss an ziemlich viel denken, bevor es in die weite Welt losgehen kann.

In der Jugendinformation Nürnberg laufen derzeit die Telefone heiß. Aus allen Ecken Deutschlands bekommen Mitarbeiterin Eva Marenda und ihre Kollegen Anrufe von Jugendlichen, die weg wollen. Viele möchten jetzt im Sommer noch einen Trip ans andere Ende der Welt starten, manche planen für nächstes Jahr.

Dass rechtzeitige Planung entscheidend ist, erklärt auch Saskia Löwenkamp vom Reiseveranstalter TravelWorks den Jugendlichen, die zur Infoveranstaltung der Jugendinformation gekommen sind. Die meisten interessieren sich für einen Work & Travel-Trip, ganz klassisch nach Australien, Neuseeland oder Kanada.

Kanada birgt ein Problem: „Hier ist die Zahl der Visa für Deutsche auf 3000 pro Jahr begrenzt“, weiß Expertin Löwenkamp. Wer auf einen Arbeits- und Reiseaufenthalt in Kanada spekuliert, sollte sich also spätestens am Jahresanfang sein Working-Holiday-Visum besorgen, wenn er im Sommer ausreisen will.

Nächster Knackpunkt: Man muss 18 sein, wenn man sich für das Visum bewirbt. Generell gilt für alle Länder, dass Teilnehmer an Work & Travel-Programmen zwischen 18 und 30 Jahre alt sein müssen. Ein Work-Holiday-Visum ist immer gültig für ein Jahr – und gibt es für jedes Land nur einmal im Leben.

Günstig ist so ein Trip nicht – egal, ob man ihn auf eigene Faust oder mit Hilfe einer Organisation wie TravelWorks durchführt. Neben den Kosten für Flug und Visum muss man einplanen, dass die meisten Länder bei der Einreise kontrollieren, ob man sich so einen langen Aufenthalt überhaupt leisten kann. Meist ist ein Nachweis über 2000 bis 3000 Euro auf dem Konto gefordert. Insgesamt sollte man mit 4000 Euro für sechs Monate kalkulieren.

„Kann man von dem, was man vor Ort verdient, leben?“, will ein Mädchen wissen. „Es reicht für Verpflegung und Unterkunft“, erklärt Saskia Löwenkamp. Denn mit Aushilfsjobs wie Erntehelfer oder Küchenkraft lässt sich nicht gerade Karriere machen. „Ihr braucht ein finanzielles Polster für Adventures wie Surfkurs, Cowboy-Training oder Skifahren“, rät Löwenkamp.

Der Vorteil, wenn man seinen Aufenthalt mit einer Organisation durchführt? „Wir helfen beim Beantragen des Visums, bei Versicherungen, beim Autokauf und besorgen eine Unterkunft für die ersten Tage“, sagt Saskia Löwenkamp. Partnerbüros vor Ort unterstützen beim Eröffnen eines Kontos, beim Besorgen einer Steuernummer und bieten eine Jobdatenbank an. So ein Service hat aber auch seinen Preis. Kosten durchrechnen und Preise vergleichen ist für Reiselustige also auf jeden Fall ein Muss!

ban

Umfangreiche Infos zum Thema Auslandsaufenthalte gibt’s unter www.jugendinformation-nuernberg.de (Link „Arbeiten“)! Infos zu den Programmen von TravelWorks findet ihr unter www.travelworks.de

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