| "Menschen wie Müll" |
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Menschen wie Müll,
Menschen wie Müll – dieses Schlagwort ist den Schülern von ihrem Besuch im Konzentrationslager (KZ) Dachau in Erinnerung geblieben. Dort hatte der Begleiter gesagt: „Das KZ diente als eine Art Staubsauger der Gesellschaft. Es saugte alles auf, was die Nazis als Schmutz, Unrat, Abfall empfanden: Homosexuelle, Dunkelhäutige, Bibelforscher, Juden, Sinti und Roma.“
Manche Schüler bekommen bei der Erinnerung an Dachau noch immer Gänsehaut. Als sie über das Gelände liefen, konnten sie die Angst der KZ-Häftlinge richtig nachfühlen. „Alles hing von den Aufpassern ab. Wenn die schlechte Laune hatten, wurden die Häftlinge traktiert“, erzählt Melli mit belegter Stimme. Dann reichte es schon, wenn einer sein „Bett“ nicht ordentlich gemacht hatte: Es bestand aus Stroh, das in einem exakten Viereck ausgelegt sein musste – ein Ding der Unmöglichkeit. Auch Svenja erinnert sich, wie unheimlich es sich anfühlte, als die Schüler in der ehemaligen Gaskammer standen: „Wir wussten ja, dass genau auf diesem Fleck Tausende Menschen ermordet worden sind.“ Wie sehr die Nazis ihre Häftlinge verachteten, zeigt sich auch in dem Schild, das über der Kammer prangt: Es weist ganz harmlos den Weg zum „Brausebad“.
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