| Der „Aufklärer der Nation“ wird 40 Jahre |
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Happy Birthday, Dr. Sommer! Im Oktober 1969 erschien die Rubrik zur Aufklärung von Jugendlichen das erste Mal in der Zeitschrift Bravo. Ein Blick zurück und auf die heutige Situation. Hinter dem Pseudonym Dr. Jochen Sommer verbarg sich damals der Arzt Martin Goldstein, der Teenagern durch die Schwierigkeiten der Pubertät helfen wollte. Heute steckt ein vierköpfiges Team hinter Dr. Sommer, das versucht, jedem Leser mit seinen Problemen zu helfen. Denn von den 500 E-Mails und 50 Briefen, die wöchentlich eintreffen, werden alle mit großer Sorgfalt bearbeitet. Wichtig ist den Beratern, dass sie individuell auf jeden Leser eingehen. Dafür ist neben großem Einfühlungsvermögen auch Lesen zwischen den Zeilen erforderlich, weil aus Schamgefühl nicht immer alles offen preisgegeben wird, berichtet die Dr.-Sommer-Redaktion. Braucht der Ratsuchende Bestätigung, Trost oder einfach nur Information? Das muss herausgefunden werden, bevor die Antwort geschrieben wird. Die Fragen, die dem Team gestellt werden, haben sich in den 40 Jahren kaum verändert. Meistens handeln sie von Beziehungsproblemen oder Fragen über die eigene Sexualtiät. Aber auch die Frage, ob man vom Küssen schwanger wird, kommt immer wieder einmal vor, sagt Marthe Kniep, Leiterin des Dr.-Sommer-Teams. Auch solche Fragen werden ernsthaft beantwortet — denn das Team will seinen Lesern das Gefühl geben, ernstgenommen zu werden. Anscheinend gelingt es ihnen ganz gut und wir können uns auf weitere 40 Jahre Aufklärung mit Dr. Sommer freuen! (dpa) Extra-Kommentar: Eure Meinung Dr. Sommer wird 40 — und jeder sechste Deutsche gibt zu, dass das Bravo-Team zu seiner Aufklärung beigetragen habe. Aber das ist nur die Anzahl derer, die dazu stehen. In Wirklichkeit wissen wir alle: Es sind viel mehr, die immer mal wieder in die Bravo geschaut haben, um sich Tipps, Anregungen und Informationen zu holen! Auch Saskia Scharowsky (18) aus Nürnberg hat ihre Erfahrungen mit Dr. Sommer gemacht. Als Dr. Sommer Ende der 60er erstmals erschien, war die Rubrik der Schreck aller Eltern. Da wurde ganz offen über Selbstbefriedigung, Genitalien und Sex geschrieben. Dabei wollten die Eltern doch, dass ihre Kinder für immer Kinder blieben. Die schlechte Meinung über den „Aufklärer der Nation“ hat sich inzwischen stark geändert. Manche Eltern sind sogar ganz froh über die Arbeit von Dr. Sommer. Für 1,40 Euro pro Woche können sie sich das unangenehme Gespräch mit ihren Kindern sparen. Und ich denke, auch viele Jugendliche sind dankbar, dass ihnen das eine oder andere Gespräch dank Bravo erspart bleibt. Aber es geht weiter: Auch viele Biologielehrer scheinen aufklärenden Worten aus dem Weg gehen zu wollen. Und das, obwohl es ihre Aufgabe ist, Kindern und Jugendlichen zu erklären, was während der Pubertät mit ihren Körpern passiert und was sie beim Geschlechtsverkehr beachten sollten. Der Sexualkundeunterricht in meiner Klasse war nicht gerade ausführlich. Auch wenn ich mir nicht alle fehlenden Infos aus der Bravo geholt habe, können die Ratschläge von Dr. Sommer wirklich helfen. Das entlässt aber nicht die Schule aus ihrer Pflicht, Schüler ausreichend über Sexualität zu informieren! Dennoch gibt es Fragen, mit denen man sich lieber an Dr. Sommer als an den Biolehrer wendet. Beispielsweise enthält die aktuelle Bravo ein „ABC der Periode“. Die dort gebotenen Informationen rund um Menstruation kommen vielen Mädchen sicher wie gerufen. Aber auch den Jungs hilft es, manches Verhalten oder Getuschel besser zu verstehen. Neben der Bravo und dem Sexualkundeunterricht gibt es auch Kampagnen, die Jugendlichen sichere Verhütung näherbringen sollen. Etwa die der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Mit Slogans wie „Poppt sicher“ neben einem Maiskolben oder „Keine faulen Ausreden“ über einer Banane soll Teenagern der Gebrauch von Kondomen „schmackhaft“ gemacht werden. Keine schlechte Idee, wie ich finde – wenngleich es schon irritiert, beim Kickern in der Schule ständig auf eine mit einem Kondom überzogene Erdbeere und den Spruch „Unentbeerlich!“ schauen zu müssen. Aber immerhin helfen die Plakate dabei, das Thema Sex in der Gesellschaft zu enttabuisieren. Es wäre doch schön, wenn alle so locker über Sexualität reden könnten – und nicht nur Dr. Sommer. SASKIA SCHAROWSKY
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Leben 

Wer steckt hinter Dr. Sommer?
heys und zwar habe ich eine frage...i...
Sehr guter, detailierter, ansprechend...
hmm ich hab da mit gemacht xD war lus...
Hallo Christine und Tina
sehr schönes Konzert gestern Abend! ...