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Wichtig ist nur: Ehrlich bleiben und nicht angeben
Kribbeln im Bauch, feuchte Hände und jede Menge Glückshormone – verliebt zu sein, ist ein tolles Gefühl. Doch manchmal ist es auch ganz schön kompliziert. Vor allem Mädchen machen es sich untereinander nicht immer leicht. Da wird getratscht, gelästert und ein Kuss beim ersten Date kann gar den Ruf schädigen. Billig sei das und ziemlich uncool noch dazu, heißt es dann. Mit welcher Strategie bekommt man den Schwarm, ohne dabei die Mädchenclique auf die Barrikaden zu treiben? Eines vorweg: Taktik ist in der Liebe meist fehl am Platz.
Es ist unfair: Ein Junge kann mit so vielen Mädchen flirten, wie er will. Er wird von seinen Freunden dafür auch noch bewundert. Ist ein Mädchen gewissermaßen „leicht zu haben“, wirkt sie hingegen gleich billig. „Jungs sehen das allerdings oft gar nicht so. Vielmehr sind die Mädchen unter sich unheimlich moralisch“, sagt Daniela Huber von der Beratungsstelle „pro familia“. Ihrer Meinung nach könnten sich Mädchen untereinander etwas solidarischer zeigen.
Wer nach festen Regeln für die große Liebe sucht, wird schnell enttäuscht. „Es gibt kein Patentrezept, das dir sagt: ,An diesem Tag dürft ihr euch zum ersten Mal küssen.‘ Wenn die Stimmung passt, kann es auch absolut okay sein, das am ersten Abend zu tun“, erklärt die Beraterin.
Wer sich an starre Regeln hält, verliere schnell seine positive Ausstrahlung und sei weniger spontan. Lieber solltet ihr auf eure Gefühle hören und auch auf die des Partners.
Nicht an Idioten verschenken
Ob ein Junge gar nicht auf eine feste Beziehung aus ist, lässt sich relativ leicht erkennen. „Wenn er sie gleich mit nach Hause nehmen will, ist das schon mal ein schlechtes Zeichen“, sagt Ann Thorer, Chefredakteurin von Bravo Girl. „Auch wenn der Junge sie mit Alkohol locker machen will, sollten die Alarmglocken läuten.“ Je weniger forsch und je netter er sich gibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sie wiedersehen möchte.
„Wenn die Absichten des Jungen allerdings nicht klar sind, sollten Mädchen immer vorsichtig sein“, rät Ann Thorer. Denn nichts ist verletzender, als sich an irgendeinen Idioten zu verschenken. Zu sehr sollte man den Schwarm jedoch auch nicht zappeln lassen. Irgendwann ist es nicht schlecht, sich zu ihm oder ihr zu bekennen. Ansonsten verliert der oder die andere womöglich das Interesse. „Wer seinen Jagdinstinkt füttern will und deshalb Spielchen treibt, macht nur alles kaputt“, warnt Thorer.
Das heißt aber nicht, gleich ins andere Extrem abzugleiten: Den anderen nach dem ersten Date mit SMS zu bombardieren, bringt eher schlechte Karten. „Sich nach dem Date drei Wochen nicht zu melden, ist viel zu lang. Aber ein bisschen warten, kann ganz süß sein.“
Übrigens braucht ihr euch vor eurem Schwarm in keiner Weise zu verstellen. „Man sollte authentisch sein. Deshalb muss man ja noch lange nicht alles erzählen“, sagt die Flirttrainerin Regina Swoboda. Zum Beispiel ist das Thema Ex-Freunde beim ersten Date tabu. „Wenn er oder sie danach fragt, sollte man auch antworten. Aber bloß nicht zu sehr in die Tiefe gehen“, rät die Expertin. Immerhin möchte man selbst ja auch nicht unbedingt vom Ex-Partner des anderen hören.
Lügen haben auch beim Flirten kurze Beine. „Alles, was sich nachprüfen lässt, ist schon mal schlecht“, sagt die Bravo Girl-Chefredakteurin. Zwar dürft ihr euch schon in ein gutes Licht setzen, ihr solltet dabei aber nicht übertreiben. Immerhin wollt ihr ja auch nicht, dass euer Gegenüber nur Unsinn erzählt.
Betont cool sein kann schaden
Vorbei sind die Zeiten, in denen nur die Jungs den aktiven Part beim Kennenlernen spielten. „Mädchen dürfen natürlich auch auf ihren Schwarm zugehen“, sagt Daniela Huber. Es müsse ja nicht sofort die große Liebeserklärung sein. Aber beim Kontaktknüpfen seien Jungs oft sogar dankbar, wenn Mädchen den ersten Schritt machen.
Dabei aber nicht übertreiben: Betont cooles Auftreten kann abschrecken. „Wer zu cool und zu locker auf den Jungen oder das Mädchen seiner Wahl zugeht, wirkt irritierend. Es muss eben immer ein guter Mittelweg gefunden werden“, erklärt die Flirtexpertin Regina Swoboda. Auch Ann Thorer von Bravo Girl ist sich sicher: Wenn jemand etwas anderes darstellt als er oder sie ist, kommt das nicht gut an. „Man mag seinen Partner so, wie man ihn kennt. Deshalb solltet ihr euch auch nicht verkleiden, sondern die Klamotten wählen, die ihr sonst gern tragt.“
Ansonsten gilt: Verliebt sein plant man nicht. Daniela Huber sagt: „Es gibt keine Kriterien dafür, wann es funkt. Die beste Strategie hilft da nicht.“
FRANZISKA FIEDLER (dpa)
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