Die Ochsenknecht-Brüder im Interview PDF Drucken

„Irgendwie ist es auch Verpflichtung, zu den Fans immer nett zu sein“: Jimmy Blue (links) und sein Bruder Wilson Gonzales Ochsenknecht in ihrem neuen Kinofilm „Gangs“. Foto: PRVor dem Start ihres Kinofilms "Gangs" sprechen Jimmy Blue und Wilson Gonzales über Schlägereien und Freundschaft

Jimmy Blue (17) und sein Bruder Wilson Gonzales (19) Ochsenknecht sind die Kinder von Schauspieler Uwe Ochsenknecht. Doch sie sind mehr als nur die Söhne eines Filmstars: Beide machen erfolgreich Musik und stehen selbst vor der Kamera. Mit „Die Wilden Kerle“ gelang ihnen in der Filmwelt der Durchbruch. Aktuell ist ihr neuester Streifen „Gangs“ in den Kinos zu sehen. Wir sprachen mit Jimmy Blue und Wilson Gonzales darüber, wie es ist, in so jungen Jahren schon berühmt zu sein.

Wann habt ihr zum ersten Mal festgestellt: Ich hab’s geschafft, jetzt bin ich berühmt!

Jimmy Blue: Als der dritte Teil der „Wilden Kerle“ in die Kinos kam. Da war plötzlich wahnsinnig viel Gekreische vor den Türen und überall hieß es ,Wir lieben euch!‘ und ,Kann ich ein Autogramm haben‘. Da war ich total geschockt, denn es war ständig furchtbar laut. Ganz ehrlich: Ich hab’ mir das anders vorgestellt, berühmt zu sein. Das es so dermaßen abgeht, hätte ich nie gedacht!

Gibt es Momente in denen ihr euch wünscht, ihr wärt nicht so bekannt?

Wilson Gonzales: Naja, alles hat Sonn- und Schattenseiten. Aber es überwiegen die Sonnenseiten! Wir haben uns diesen Weg selbst ausgesucht, stressen uns dafür auch richtig rein. Es ist anstrengend, um 6 Uhr morgens aufzustehen und bis 22 Uhr zu drehen. Aber das macht auch Spaß! Weniger schön sind dagegen die Lügengeschichten, die Leute rumerzählen. Zum Beispiel, dass wir arrogant und abgehoben wären – dabei kennen wir die und die uns gar nicht.

Jimmy Blue: Auf einer Kinotour zu sein, ist ein Highlight, wenn man berühmt ist. Wenn man dagegen privat unterwegs ist, können Fans manchmal nerven. Aber wir versuchen nicht, uns davor zu schützen. Das gehört dazu und wir verdanken es den Fans ja auch, dass wir da stehen, wo wir jetzt sind. Es ist dann also auch ein bisschen eine Verpflichtung, nett zu sein.

Nehmt ihr Tipps von eurem Vater an, wenn es darum geht, wie man sich am besten verhält?

Jimmy Blue: Nein. Zwar bietet er das immer an, wir könnten ihn jederzeit fragen. Aber wir wollen da selbst durch und daraus lernen.

Ist es ein Vorteil, einen berühmten Vater zu haben?

Wilson Gonzales: Es ist eher nervig, weil viele denken, dass wir nur Filme drehen dürfen, weil wir eben diesen Vater haben. So ist es aber nicht. Wir sind durch wahnsinnig viele Castings gefallen, bis es endlich geklappt hat. Und wir haben uns alles selbst erarbeitet. Das hat mit unserem Vater gar nichts zu tun!

Kamen mit dem Erfolg gleichzeitig auch viele Leute, die  plötzlich eure Freunde sein wollten?

Jimmy Blue: Klar, gerade in der Schule war das so. Da kommen plötzlich Typen, mit denen hat man noch nie geredet: „Hey, lass uns doch mal was machen!“ Zum Glück haben wir noch einen Freundeskreis aus der Zeit vor der Schauspielerei. Da weiß man: Das sind die echten Freunde.

Verändert man sich durch das Berühmtsein?

Jimmy Blue: Weiß ich nicht. Meine Freunde haben das noch nicht behauptet. Und sie halten einen gleichzeitig auch am Boden.

Was ist das als Kind für ein Gefühl, wenn der Vater ein berühmter Schauspieler ist?

Jimmy Blue: Für uns war das ganz normal. Wir kannten es ja nicht anders. Unser Vater ist zum Arbeiten eben zum Theaterspielen gegangen, oder er hat Filme gedreht.

Was geht euch durch den Kopf, wenn andere Kinder – vielleicht aus Neid – sagen: „Der neue Film deines Papas ist total scheiße!“

Jimmy Blue: Dann ist das eben deren Meinung. Klar ist das nicht schön, aber ich hab` mich da nie so darum gekümmert.

Wart ihr vor eurer Kinopräsentation schon mal in Nürnberg?

Wilson Gonzales: Ja klar, schon zweimal. Wir sind auch durch die Stadt gelaufen, haben uns die Altstadt angeschaut. Und wir waren sogar nachts unterwegs auf einer Aftershow-Party. Da gab es auch eine Schlägerei. Wir haben uns natürlich rausgehalten. 

Interview: Christoph Benesch und Sophia Schuhmann 

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