| Rauschende Partys im Gotteshaus |
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Es hört sich eher popelig an: Am kommenden Wochenende eröffnet in Nürnberg „Lux“, die erste evangelische Jugendkirche in Bayern. Tatsächlich steckt hinter dieser Ankündigung ein Mammutprojekt. An der Realisierung arbeitet seit März 2009 eine Gruppe von über 80 Jugendlichen. Mit einer überdimensionalen Party für Gott geht ihr Werk nun an den Start.
Von der Decke rieselt der Putz, die Wände sind noch feucht, über den Boden schlängeln sich freiliegende Kabelwürste. „In Neubauten schaut es wenige Tage vor der Eröffnung so aus, habe ich gehört. Ich versuche, nicht nervös zu werden“, sagt Jugendpfarrer Tobias Fritsche. In wenigen Tagen zieht in den (noch) zugigen Bau am Leipziger Platz die evangelische Jugendkirche Lux (auf lateinisch Licht) ein. Übers ganze Wochenende sollen sich die Eröffnungsfeierlichkeiten erstrecken. Das Organisationsteam rund um Pfarrer Fritsche rechnet mit Menschenmassen. „Diese Kirche hat Nürnbergs Jugend schon mobilisiert, ehe es sie überhaupt gab“, sagt Tobias Fritsche. Jugendliche aus sämtlichen Stadtteilen sehen sich bereits als fester Bestandteil von Lux. Sie feierten schon gemeinsame Gottesdienste, als die Renovierungsarbeiten in St. Lukas noch liefen. „Wir sind in eine Disco, ins ,Golden Nugget‘, ausgewichen“, erzählt der Jugendpfarrer. 200 Leute haben die Tanzfläche gefüllt; ein Andrang, der für Gottesdienste durchaus ungewöhnlich ist. „In St. Lukas waren es in den letzten Jahren am Sonntag um die 50“, meint Fritsche. Die kleine Schar der älteren Gläubigen ist in ein Nebengebäude ausgewichen, die Kirche St. Lukas steht nun den Jungen offen. Vorhänge, Heizung, damit’s gemütlich wird, eine neue Soundanlage, Scheinwerfer, die auf Schienen durch die Kirche fahren — damit Lux jugendgerecht wird, wurde das alte Gotteshaus ordentlich gepimpt. Insgesamt hat die Umgestaltung 2,2 Millionen Euro verschlungen. „Niemand muss mitmachen. Wir singen miteinander, tanzen oder lernen in Workshops, wie man Feuer spuckt. Für alles stehen uns die Türen offen“, sagt Melanie Baumann (26). Im Frühjahr hat die Religionspädagogin von Lux erfahren, inzwischen beteiligt sie sich eifrig am Projekt. Seit drei Monaten ist sie Mitglied einer Tanzgruppe, die zur Lux–Eröffnung auftritt. „Wir werden auf einer Party für Gott tanzen“, sagt sie. In ihrer Freizeit wird sie ein Teil von Lux, freiwillig besucht sie die Tanz-Trainingsstunden. Andere singen im Gospelchor, spielen Gitarre in der Band oder lassen die Kirche im Flutlicht der Scheinwerfer erstrahlen. Ab dem Wochenende wird ihr Treiben nicht mehr nur von Gott, sondern auch von einer breiten Öffentlichkeit beobachtet. Manch einer mag da nervös werden... DANIELA RAMSAUER
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Leben 

In der evangelischen Jugendkirche „Lux“ spielen Hip-Hop-Bands vor dem Altar
heys und zwar habe ich eine frage...i...
Sehr guter, detailierter, ansprechend...
hmm ich hab da mit gemacht xD war lus...
Hallo Christine und Tina
sehr schönes Konzert gestern Abend! ...