| Der neue Hippie-Kult |
|
|
Eine Schülerin hinterfragt, warum viele Jugendliche dem Öko-Trend anhängen Wenn man heute durch die Straßen geht, könnte man sich manchmal in die 70er Jahre zurückversetzt fühlen: Menschen, die barfuss laufen, bunt bekleidet sind und zerzauste Haare haben. Es scheint, als werden immer mehr Menschen zu sogenannten „Ökos“. Was aber bewegt Jugendliche, sich so zu kleiden und zu geben? Ist es nur ein Trend oder hat sich das Umweltbewusstsein in den Köpfen geändert? Sarah Munker (17) hat die Öko-Bewegung einmal genau in Augenschein genommen... Zunächst stellt sich natürlich die Frage: Was sind „Ökos“ eigentlich? Ihr Name leitet sich vom Wort Ökologie ab. Das ist die Wissenschaft, die die Beziehung von Organismen (Menschen, Tieren, Pflanzen) untereinander und zu ihrer Umwelt untersucht. Sind also alle Ökos in Wirklichkeit geheime Wissenschaftler? Nein, wohl nicht. Die Antwort auf die Frage „Was zeichnet einen Öko aus?“ müssen wir anderswo suchen. In den 70er und 80er Jahren kam erneut eine Umweltbewegung auf. Ihr Markenzeichen war der „alternative Lebensstil“ — die sogenannten „Hippies“ waren geboren. Sie standen aber für mehr als nur „freie Liebe“, wie viele meinen. Die Hippies stellten auch die Wohlstandsideale und Tabus der damaligen Gesellschaft in Frage, kämpften gegen religiöse und rassistische Diskriminierungen und strebten ein Leben im Einklang mit der Natur an. Mitmachen ist cool Die heutige Bewegung könnte also eine moderne Nachahmung der Hippie- Kultur sein. Aber sehnen sich wirklich so viele Menschen nach der „Make Love not War“-Lebensart? Oder hat es am Ende doch etwas mit Umweltbewusstsein zu tun? Schließlich mussten wir alle in den letzten Jahren erkennen, dass wir unseren Planeten vollständig zerstören, wenn wir nicht bald etwas ändern. Fast alltäglich wird von neuen Klimakatastrophen oder aussterbenden Tieren und Pflanzen berichtet. Haben endlich mehr Menschen verstanden, dass man etwas dagegen unternehmen muss? Das wäre natürlich toll, stimmt aber leider nicht. Wenn man Jugendliche aus Franken zur Öko-Bewegung fragt, sagen fast alle, dass das nur ein Trend sei, den viele einfach mitmachen, weil sie cool sein wollen. Ideale würden damit nicht verfolgt. „Die Welt verändern" Das zeigt: Es ist schwer zu differenzieren, wer ein „echter“ Öko ist und wer nicht. Fragt man die Ökos selbst, warum sie die Lebensart wählen, antworten sie ganz unterschiedlich: So sagt eine 17-jährige Freundin von mir, dass sie auf keiner Trendwelle mitschwimme, sondern für sich selbst beschlossen habe, so zu leben. Sie möchte die Welt verbessern und sei deswegen schon viele Jahre Vegetarierin. Sie wisse zwar, dass es ein utopisches Ziel sei, „die Welt zu verändern“. Aber sie denkt, dass sich nie etwas ändert, wenn niemand damit anfängt. Nicht nur unter Jugendlichen ist es „in“, alternativ zu sein. So steigt zum Beispiel der Markt für Bio-Lebensmittel seit dem Jahr 2000 jährlich um 15 Prozent an. Dass diese Welle durch alle Gesellschaftsschichten geht, kann die Verkäuferin eines Bioladens nur bestätigen: „Die Kunden, die zu uns kommen, sind bunt gemischt und stammen aus allen Altersstufen.“ Und ich muss sagen: Auch ich kaufe mir lieber einen Apfel, auf dem ein Bio-Aufkleber klebt. Insgesamt sollte man diesen neuen Trend auf keinen Fall verurteilen. Schüler-VZ-Gruppen wie „Ökos stinken“ sind weder witzig noch gerechtfertigt. Sie sind nur eins: niveaulos. Denn auch wenn es für manche nur ein Trend sein mag, leistet es doch einen Beitrag zum Umweltschutz und der eigenen Gesundheit.
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."
|
||||||||||||||||||||||




Leben 

Eine Schülerin hinterfragt, warum viele Jugendliche dem Öko-Trend anhängen 
heys und zwar habe ich eine frage...i...
Sehr guter, detailierter, ansprechend...
hmm ich hab da mit gemacht xD war lus...
Hallo Christine und Tina
sehr schönes Konzert gestern Abend! ...