„Metallica“ in Langwasser PDF Drucken

Benjamin, Dennis, Christopher und Thomas (v. li.) präsentieren ihre halbfertige, mit Hermann Drescher (re.) gestaltete Metallskulptur. Foto: Günter DistlerJugendliche gestalten die Skulptur eines Basketballers

 

Praktische Arbeit in der Freizeit als Türöffner für einen Ausbildungsplatz? Das Nürnberger Jugendhaus Geiza und das Förderzentrum Langwasser wollten 12- bis 15-jährigen Schülern genau das ermöglichen. Seit März arbeiten die Jugendlichen jeden Donnerstagnachmittag an einer riesigen Metallskulptur.

„Metallica“ hat Richard Probst sein Projekt genannt. Schließlich sollen die Jugendlichen lernen, wie man mit Metall umgeht. „Wir wollten den Schülern die Möglichkeit bieten, neben der Schule etwas Praktisches zu lernen, an dem sie Spaß haben – und das ihnen im besten Fall auch noch hilft, später einen Ausbildungsplatz zu finden“, erklärt der Leiter des Jugendhauses.

Geplant war nur, dass die Jugendlichen unter Aufsicht eine Metallskulptur entwerfen und gestalten sollen. Alle Details mussten sich die Interessierten selbst überlegen. Für die Nachwuchskünstler stand schnell fest, dass sie einen überdimensionalen, fast vier Meter großen Basketballspieler bauen.

Für den praktischen Teil ist der freischaffende Künstler Hermann Drescher zuständig. Der Stahlbildhauer zeigt den Jugendlichen, wie man mit Schutzgas- und Elektroschweißgerät, Flex und Winkelschleifer richtig umgeht.Über fehlende Motivation seines jungen Teams kann sich der 48-Jährige nicht beklagen: „Die sind ganz heiß drauf, alles auszuprobieren. Da wird’s schon eher schwierig, sie zu bremsen, wenn sie noch gar nicht wissen, was sie machen sollen.“

Für die meisten Jugendlichen war das Werkeln mit Metall etwas völlig Neues, das Ergebnis ihrer Arbeit kann sich aber sehen lassen. Noch ist der Basketballspieler nicht fertig, der Rumpf muss noch auf die Beine gestellt und die Figur stabilisiert werden.

Im Oktober, schätzt Richard Probst, wird „Metallica“ im Garten des Jugendhauses aufgestellt, wo die Figur  von den Passanten gesehen wird. Und vielleicht können Benjamin, Christopher, Dennis, Thomas und die anderen Nachwuchskünstler in vielen Jahren noch ihren Kindern zeigen, was sie damals im Jugendhaus gebaut haben.

VERENA POHL

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