Nur eine Sportart ist ihr nicht genug PDF Drucken

Laufen, Schwimmen, Radeln: Alle drei Sportarten sind Patricia inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen. Mindestens drei Mal pro Woche und bis zu 35 Stunden Training stehen für die 16-Jährige auf dem Programm. Foto: privatPatricia Schäll (16) betreibt seit acht Jahren Triathlon und räumt reihenweise Titel ab

750 Meter schwimmen, 20 Kilometer Rad fahren, fünf Kilometerl laufen: Was für andere eine enorme Anstrengung wäre, ist für Patricia Schäll ganz normal. Die 16-jährige Triathletin aus Hilpoltstein hat bereits etliche Wettbewerbe gewonnen. Im Juli errang sie beim Deutschland Cup in Braunschweig einen stolzen 4. Platz.

Mittelfränkische Meisterin, Bayerische Meisterin, Deutsche Mannschaftsmeisterin: All diese Titel hat sich Patricia Schäll in den vergangenen Jahren erkämpft. Sportlich war die gebürtige Nürnbergerin schon immer:

Als Kind spielte sie Fußball und ging zum Turnen, später kam Handball dazu. Vor etwa zehn Jahren zog ihre Familie nach Hilpoltstein, dort entdeckte Patricia ihre Begeisterung für den Triathlon. „Der TV Hilpoltstein Triathlon hat damals trainiert, wenn ich beim Handball war. Ich habe also immer gesehen, was die machen, und wollte das auch mal ausprobieren“, erzählt Patricia.

Gesagt, getan. Drei Trainingseinheiten pro Woche dienten als Einstiegsdroge für die damals Achtjährige. Wettkämpfe standen von Anfang an mit auf dem Programm. Mittlerweile trainiert Patricia bis zu 35 Stunden wöchentlich und tritt unter anderem bei der Deutschen Meisterschaft an.

Foto: Verena PohlTrainiert wird sie dabei auch von ihrem Vater, der bereits selbst an der Ironman-Challenge in Roth teilgenommen hat. „Das ist für uns beide nicht immer ganz leicht“, sagt Jürgen Schäll lachend, „weil ich als Trainer natürlich viel strenger sein muss, als ich es als Vater sein möchte.“

Gleichzeitig bringt das aber auch Vorteile mit sich, denn ohne die Unterstützung der Familie könnte Patricia wohl kaum so viele Titel einsammeln: Dieses Jahr hat sie an Wettkämpfen in Braunschweig, Halle und München teilgenommen, im vergangenen Jahr fuhr die Familie sogar bis nach Flensburg. „Das haben wir dann gleich mit einem Urlaub verbunden, sonst hätte sich die weite Fahrt ja gar nicht gelohnt“, erzählt die Sportlerin. 

Probleme, ihren Sport mit der Schule unter einen Hut zu bringen, hatte die Triathletin nie: „Ich habe halt hauptsächlich abends trainiert, das hat schon immer irgendwie geklappt. Und im Zweifelsfall ging die Schule vor.“ Das hat ganz gut funktioniert: In diesem Jahr hat Patricia ihre mittlere Reife gemacht.

Nur ihre Freunde haben öfter das Nachsehen, höchstens einmal pro Woche hat Patricia Zeit für ein Treffen. Da passt es ganz gut, dass ihre beste Freundin ebenfalls im Verein turnt und auch viel trainieren muss. „Trotzdem ist sie ab und zu genervt, wenn ich mal wieder keine Zeit habe“, sagt Patricia und lacht.

Foto: privatNach dem Schulabschluss will die 16-Jährige jetzt ihr Hobby mit dem Beruf verbinden: An der Berufsfachschule in Bayreuth beginnt sie eine Ausbildung zur Fachlehrerin für Sport, Technisches Zeichnen, Werken und Kommunikationstechnik.

Dass sie dazu gerade nach Bayreuth zieht, kommt Patricia sehr gelegen: Sie kennt dort bereits Leute aus dem örtlichen Schwimmverein, und auch einer ihrer Trainer für den Bayernkader wohnt in Bayreuth. Optimale Voraussetzungen also, um ihr großes Ziel zu erreichen: Patricia Schäll träumt vom Triathlon bei den Olympischen Spielen 2016.

VERENA POHL

 

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Anonym   |IP-217.229.0.xxx |25-08-2010 13:08:20


Was Sie da schreiben, ist höchst gesundheitsgefährdend!

35
Stunden Training pro Woche (5 Stunden am Tag, ohne Ruhetag!!!)kann ja wohl nicht
stimmen. Das widerspricht jeglicher Trainingslehre.

Sie sollten das nächste
Mal besser recherchieren

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