| Eine Mannschaft kämpft um ihren Trainer |
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Nachwuchsschwimmer aus Erlangen suchen neue Sponsoren Wer als Sportler in den Profibereich will, muss viel auf sich nehmen. Neunmal wöchentlich trainieren zum Beispiel die Nachwuchsschwimmer der SSG Erlangen. Doch nun plagen die jungen Sportler andere Sorgen: Nachdem der Hauptsponsor ihres Vereins abgesprungen ist, droht der Verlust ihres Trainers – aus Geldmangel. Nun sammeln die Jugendlichen Spenden, um ihren Coach halten zu können. Hannah Stockbauer kennt fast jeder. Als 17-Jährige feierte die ehemalige Weltklasseschwimmerin ihre ersten großen Titel bei der Europameisterschaft; später wurde sie mehrfach Weltmeisterin und gewann Olympische Medaillen. Heute noch trainiert Roland Böller die jungen Schwimmer der SSG Erlangen, auch wenn Hannah Stockbauer ihre Karriere längst beendet hat. Bislang konnte zwar noch niemand an ihre Erfolge anknüpfen. Dennoch schwimmt die SSG als Mannschaft reihenweise um die Deutsche Meisterschaft – und zählt damit zu den erfolgreichsten Mannschaften im Schwimmsport in ganz Deutschland. „Bald schon könnten wir diesen Elitestatus verlieren“, sagt nun die 16-jährige SSG-Schwimmerin Julia. Denn die Firma Siemens, die den Verein immer großzügig finanziell unterstützt hatte, hat sich seit September 2008 als Geldgeber zurückgezogen. Damit fehlt jetzt das Geld, um Roland Böller zu bezahlen. „Unser Trainer verbindet das Menschliche super mit dem Sportlichen“, sagt die 18-jährige Gina begeistert. Zwar kann er auch streng sein, „zum Beispiel wenn man schlecht schwimmt“, weiß Marc (13). Aber da Böller früher selbst im Nationalteam geschwommen ist, „weiß er, wie man als Schwimmer denkt und was man besser machen kann“, hat der 13-jährige Jan erfahren. An prominente Türen geklopft Für Böllers Schützlinge steht jedenfalls fest: Ihr Trainer muss in Erlangen bleiben. Dafür haben sie allerhand auf die Beine gestellt: „Wir haben Briefe an Siemens-Chef Löscher geschrieben, an Erlangens Oberbürgermeister Balleis oder an das Playmobilland“, erzählt Marc. Auch mit einer Spendenbox waren die Jugendlichen schon unterwegs, haben Euro für Euro gesammelt. Wichtig ist ihnen, möglichst schnell viel Geld aufzutreiben, damit der Schwimmsport in Erlangen eine Zukunft hat. Denn nicht nur Böller muss bezahlt werden, sondern auch Trainingslager, Hallenmieten und viele weitere Dinge. Zwar sei es momentan „alles andere als eine prickelnde Situation, wenn man nicht weiß, ob und wie es weitergeht“. Trotzdem hängt Böller sehr an der Mannschaft und an Erlangen, wo auch seine Familie lebt. Er will bleiben – nur muss er natürlich auch Geld verdienen, um seine kleine Familie zu ernähren. Kein Training in der Höhe Weil sich alle so für ihn einsetzen, konnte er den vielen Anfragen von anderen, lukrativen Vereinen bislang widerstehen. Momentan scheint zumindest das Fortbestehen des Schwimmsports gesichert zu sein. Doch für Höhensprünge à la Hannah Stockbauer fehlt das nötige Geld. „Höhentrainingslager können wir nicht einfach irgendwo machen“, erklärt Böller. Bestimmte Voraussetzungen seien dafür notwendig, die gebe es nur an bestimmten Orten. Und entsprechendes Geld — das momentan nicht da ist. „Die Bedingungen in Erlangen sind super: Wir haben viele Anfragen von talentierten Schwimmern, die auch willig sind, neunmal wöchentlich je drei Stunden zu trainieren“, sagt Roland Böller. Was er nicht sagt, ist, dass es mit ihm auch einen Top-Trainer gibt, für den Mädchen und Jungen aus der ganzen Region weite Wege zum Training auf sich nehmen. Nationale Spitze ist die SSG weiterhin. Um wieder Weltspitze werden zu können, braucht es mehr Geld. Deshalb geben die jugendlichen Schwimmer nicht auf: Marc, Julia, Jan, Gina und Edith werden weiter Briefe schreiben und sammeln gehen. „Vielleicht veranstalten wir auch noch einen Wettkampf, um Geld einzunehmen für unseren Verein und unseren Trainer“, überlegt Marc. Denn schließlich würde auch Roland Böller am liebsten in Erlangen bleiben. „Ich hänge an allem hier“, sagt er. Besonders an seinem Arbeitsplatz – der übrigens nirgendwo anders ist als in der „Hannah-Stockbauer-Schwimmhalle“. CHRISTOPH BENESCH
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heys und zwar habe ich eine frage...i...
Sehr guter, detailierter, ansprechend...
hmm ich hab da mit gemacht xD war lus...
Hallo Christine und Tina
sehr schönes Konzert gestern Abend! ...