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18-jähriges Tennistalent aus Neunkirchen will hoch hinaus
Er liebt den schnellen Aufschlag und hat eine ebenso schnelle Vorhand. Das Spiel nach vorne ist sein Ding, der Russe Marat Safin sein Vorbild. Der 18-jährige Till Guttenberger möchte hoch hinaus. Ein zweiter Boris Becker? Das wäre nicht schlecht. Der Weg ist noch weit, doch Till hat sein Ziel vor Augen. Nach dem Abi geht er zurück zur Tennis-Academy nach Kalifornien, wo er im vergangenen Jahr bereits einige Monate verbracht hatte. Das hat ihm jedoch nicht gereicht – noch lange nicht.
Im Frühjahr 2011 macht Till sein Abitur. Endlich, denn dieser Schritt bringt ihm seinen großen Traum ein Stück näher. Der 18-Jährige möchte Tennis-Profi werden. Dabei war am Anfang noch ganz unklar, ob er überhaupt Tennis spielt. Denn Till ist seit seinem dritten Lebensjahr als Leistungsturner auf dem Reck und Seitpferd erfolgreich.
Erst mit sechs Jahren hat er in seinem Heimatort Neunkirchen am Brand (Landkreis Forchheim) mit dem Tennis begonnen – ursprünglich als Ausgleich. Und da wurde er gleich von seiner Trainerin Wiltrud Probst, einer ehemaligen Profi-Spielerin, entdeckt. Sein Verein, der TC Neunkirchen, hofft, dass Till nun in ihre Fußstapfen tritt.
Mit neun hat sich Till dann nur noch auf das Tennisspiel konzentriert und war seitdem in regionalen Turnieren sehr erfolgreich: etwa als Erster in Mittelfranken oder Sechster in Bayern. Als er 13 war, wechselte Till zum 1. FC Nürnberg, danach nach Amberg und Cham, bevor er im vergangenen Jahr wieder in die Frankenmetropole kam. Weil sich die Clubmannschaft aber nahezu auflöste, wechselte Till zum SC Uttenreuth bei Erlangen. „Da darf ich sogar eine Liga höher, in der Regionalliga, spielen“, freut er sich.
Zwischen den Stationen in Nürnberg und Uttenreuth trainierte Till sogar außerhalb Deutschlands: Er verbrachte ein halbes Jahr an der Tennis-Academy in Los Angeles, Kalifornien. Das Stipendium dafür hatte er erhalten, weil er ein guter Spieler ist. „Ohne Stipendium brauchst du viel, viel Geld, um dort trainieren zu können“, sagt Till, der während der Zeit in Amerika seine Englischkenntnisse ausbauen konnte. Es sei dort wichtig, wie sicher und genau man Tennis spielt. Außerdem hat er seine Kondition deutlich verbessern können.
Till hat seine Zeit in der Academy hauptsächlich mit Training verbracht. „Zwei- bis dreimal lagen wir in unserer Freizeit am Strand und genossen Sonne, Strand und Meer“, erzählt der Neunkirchener, der die Lebenseinstellung der Kalifornier gut fand. Hingegen gefiel Till überhaupt nicht, dass die Amerikaner größtenteils recht unzuverlässig sind. Sie würden zwar auf beste Freunde machen, aber einen hängen lassen, wenn es darauf ankäme. „Das ist die Mentalität, sowohl bei den Trainern als auch bei den anderen Spielern.“
Till wohnte mit elf Leuten in einem Appartment. „Wir haben in Stockbetten geschlafen, das war fast wie in einer Kaserne.“ Zu den meisten Mitbewohnern hat der 18-Jährige noch Kontakt. „Die Tennis-Academy ist international. Viele stammen aus Indien und Südamerika“, sagt er und freut sich dabei auf das nächste Jahr, wenn er endlich zurückkehren kann. „Mein Coach wollte, dass ich zwei Jahre bleibe und eine Profikarriere starte. Das hole ich dann nach.“
In seinem Freundeskreis wird Till schon als zweiter Boris Becker gehandelt. Und was denkt er selbst über den ehemaligen Profi-Spieler? „Becker ist spielerisch gesehen eine Legende, er hat wahnsinnige Leistungen vollbracht, meint Till. „Doch aus menschlicher Sicht sei er nicht so sein Fall. Sein großes Vorbild ist vielmehr der russische Spieler Marat Safin, der erst kürzlich seine Karriere beendet hat.
STEFANIE GOEBEL
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heys und zwar habe ich eine frage...i...
Sehr guter, detailierter, ansprechend...
hmm ich hab da mit gemacht xD war lus...
Hallo Christine und Tina
sehr schönes Konzert gestern Abend! ...