| Judith bietet Roger Cicero die Stirn |
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Das musikalische Talent wurde Judith in die Wiege gelegt – „vom Papa, der selbst komponiert und textet“. Seit sie elf Jahre ist, nimmt sie Gesangsunterricht; außerdem spielt sie Klavier und Querflöte. „Aber ich bin ziemlich übfaul“, gibt die Zwölftklässlerin zu, die in den Gestaltungszweig der Fachoberschule geht. Seit vier Jahren gehört Judith einer Bigband an, die von Oldies bis zu aktuellen Charts alles spielt. Außerdem tobt sie sich als Sängerin der Bands „Nightexpress“ und „Dacapo Showband“ aus. Etwa 20 Auftritte absolviert sie pro Jahr; erst zu Silvester stand sie auf der Bühne der Erlanger Heinrich-Lades-Halle. Schwester gab den Tipp Ist der Auftritt mit Roger Cicero für sie also nur Alltagsgeschäft? „Nein“, sagt Judith schmunzelnd. „Aber dank meiner Erfahrung bin ich nicht Wochen vorher nervös. Das kommt erst kurz vor dem Auftritt.“ Den hat sie übrigens ihrer Schwester Veronica zu verdanken, die sie erst auf die Aktion „Star for a Day“ aufmerksam machte. Dabei nahm Judith den schwesterlichen Tipp anfänglich gar nicht ernst. „Erst kurz vor Einsendeschluss habe ich das gewünschte Lied auf Video aufgenommen und abgeschickt“, erzählt Judith. Schon vier Tage später klingelte das Telefon: Ciceros Manager engagierte Judith! Die Rolle, die ihr auf der Bühne zukommen wird, ist nicht gerade schmeichelhaft. In dem Lied „Seine Ruhe“ geht es um eine Frau, die ihren Mann nach Strich und Faden ausnimmt – und diese Frau darf Judith verkörpern. Sie nimmt’s gelassen; ihr Augenmerk liegt sowieso auf der musikalischen Performance: „Das Lied ist relativ einfach, aber man kann viel hineininterpretieren. Ich will auf der Bühne versuchen, meine eigene Note einzubringen, zum Beispiel den Refrain etwas ausgefallener klingen zu lassen.“ Die Musik zum Beruf machen, das hatte die leidenschaftliche Sängerin nie vor. Freilich ist sie schon bei Castings gewesen, zwei Mal etwa bei „Deutschland sucht den Superstar“. In der aktuellen Staffel schafft sie es bis unter die besten 120. „Aber das ist alles manipuliert, reine Verarsche“, meint Judith gelangweilt. So seien beim Recall Sängerinnen weitergekommen, die ständig ihren Text vergaßen, aber Dieter Bohlen gut gefielen. Deshalb sagt Judith: „Der Auftritt mit Roger Cicero ist die größere Chance – auch wenn es viel zu schnell vorbei sein wird.“ ANNIKA PEISSKER
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