| DJ Hell - Body Language Vol. 9 |
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Mit seinem Label Gigolo Records sorgte DJ Hell mit Neuentdeckungen, Erfindungen und Revivals richtig für Furore - nicht nur, weil er Italo-Disco zu einem Comeback verhalf, sondern auch, weil er einen eigenen Stil prägte: "Electroclash" ist mittlerweile Standardprogramm in Indiediscos, Hell hatte sein Ohr auf dem Gleis der Zeit. Dass er eine Platte mit P. Diddy gemacht hat, dass er für Modestrecken posierte, in New York, Berlin und München lebte - all das ist nett zu wissen für den Szene-Boulevard, die Aussage seiner Musik - zu hören in guten Alben und unzähligen Remixen - tangiert das aber nicht. Er ist auch einer der wenigen DJs, bei denen es sich lohnt, seine Mix-CDs zu kaufen. Die Liedfolge zeichnet immer eine Dramaturgie, mehrere Spannungsbögen inclusive. Die Mix-Reihe "Body Language" vom Berliner Label Get Physical Music, das dem ehemaligen Chefredakteur des Musikmagazins Groove gehört, überrascht mit der Berufung Hells. Denn so virtuos wie bei ihm - das möchte ich salopp sagen - geht es bei Get Physical nicht immer zu. Da fließen Jazz, Depeche Mode und House ineinander, ein Carl Craig sorgt für Monotonie, die Die Vögel mit einem Trompeten-Stück wieder auflösen. Es geht bunt, aber nicht konzeptlos durcheinander. Es sind nicht die Peaktime-Brüller, sondern die avantgardistischen Nummern gepaart mit allerlei Anleihen aus 40 Jahren Dance-Musik von Disco bis Wave, die Kenner mit der Zunge schnalzen lassen, und die Handtaschen-Fräuleins trotzdem auf die Tanzfläche treiben. Das ist eine Kunst, die hat nur der Hell drauf, der Helmut Geier aus Altenmarkt. Unsere Bewertung:
Auch wieder so eine Idee vom Hell: Disco vor einem Kiosk im Prenzlauer Berg: http://www.youtube.com/watch?v=p2k-Q-LbnkA&feature=related MARTIN SCHANO
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Musik 

Wave, House und Electro - das darf nur der Hell 
