Malajube: Labyrinthes PDF Drucken

Malajube: LabyrinthesWunderschön verspielter Indie-Pop aus Kanada

Wer Musik mag, zu der man sich wunderbar vorstellen kann, wie eine zauberhafte Fee traumtänzerisch über eine Blumenwiese hüpft, ist bei der kanadischen Band Malajube genau richtig. Wer sich dann auch noch vorstellen will, wie dieser Fee die Haare ausfallen und sie, von einer schweren Krankheit geplagt, dahinsiecht und schließlich elendig zugrunde geht, erst recht. Denn einfach sind die vier Jungs aus Montreal sicher nicht, auch nicht auf ihrem neuen Album „Labyrinthes" (City Slang).

 

Schon das gehetzte Keuchen zu Beginn der mitreißenden Single „Porté Disparu" zeigt, dass man sich besser einmal öfter umdrehen sollte. Jeder schöne Moment hat auch seine Kehrseite – und Malajube zeigen das gnadenlos. Mit wunderschönem, verspielten Indiepop und zuweilen makabren, an die Substanz gehenden Texten, zum Beispiel über den Tod, und die Würmer, die danach an einem nagen („Les Collemboles"). Dank dämonischem Gesang und gespenstischen Melodien spürt man diese unheimliche Seite auch, wenn man des Französischen nicht mächtig ist.

Wer sich auf diese Achterbahnfahrt vom Himmel zur Hölle und zurück einlassen will, kann Malajube am 28. Mai im Nürnberger Muz-Club sehen, wo die Kanadier schon im Juli 2007 das Publikum verzaubern konnten.

Martin Müller

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