| Die Firma: Gesammelte 1998-2008 |
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Zehn Jahre sind in einer so schnelllebigen Jugendkultur eine Menge Holz. 1998 erschien das erste Album von Produzent Fader Gladiator und den Rappern Tatwaffe und Def Benski. Als Die Firma verkauften sie im Laufe ihres Schaffens 800 000 Tonträger - ihr Mix aus Verschwörungstheorien, Liebesliedern und politischen Texten kam bei den (Hin-)Hörern an. Ihre Inhalte brachten die Kölner stets in der Landessprache rüber, mit "Die Eine 2005" landeten sie in den Charts, weil die Melodie nur zu gut ins Programm deutscher Massen-Frühstücksradios passte. Man denke nur an die Zeile "...für keine and're Frau ging' ich lieber in den Bau". Sowas kommt an beim deutschen Hörer, was sich kurze Zeit später auch Bushido zu Herzen nahm, wenn er in "Electro Ghetto" sang: "...ich mach den Sound für den Hof im Knast". Aber das, was heute als "Härte" in deutschen Rap-Texten bezeichnet wird, interessierte Die Firma nie - "hart" können auch Wahrheiten über soziale Missstände sein, sprachgewandt verpackt in intelligente Reime.Doch bevor wir hier abschweifen: "Gesammelte Werke 1998 - 2008" ist auch ein Zeugnis deutscher Musikgeschichte ob der vielen Kollaborationen. Bei "Scheiss auf die Hookline" rappt der gute alte Torch mit, Creutzfeld & Jakob machen mit beim "Kampf der Titanen", "Drei Chinesen" sind von Creme De La Creme. Es tauchen illustre Namen auf wie DJ Tomekk, Plattenpapzt, unser Lieblingshesse und Xavier-Entdecker Moses Pelham ("Geliebter Feind") und nicht zuletzt der Mund aus Minden: Curse. Dieses Best-Of ist eine runde Sache und gut von vorne bis hinten durchzuhören. Nicht nur für Liebhaber. Martin Schano
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