Uwe Banton: Rightful Place PDF Drucken

Ostwestfälische Roots-Perlen mit Hahnenschrei

Roots Reggae ist das Geschäft von Uwe "Banton" Schäfer aus der Nähe von Bielefeld. 1981 hat den damals noch nicht bärtigen 15-Jährigen der Reggae-Virus auf einer Jamaikareise gepackt. Anfang der Neunziger stand er schließlich selbst auf der Bühne: Summer Jam, Splash! und Chiemsee Reggae Summer - hat er alles schon gerockt. Der Mainstream kennt ihn von seinem 2001er Auftritt auf der "Zion"-Tour der Söhne Mannheims. In der Soundsystem-Szene ist seine Stimme auf Dubplates heiß begehrt. Auf seinem erst zweiten Album skizziert Uwe Banton seine Idealvorstellung eines "Rightful Place" (MK-ZWO Records/Rough Trade). Melodiös und meditativ ist diese Platte geworden. Zur Seite standen ihm Reggae-Musiker, die ebenfalls keine unbeschriebenen Blätter des Genres sind: Yah Meek, Ganjaman, Fitta Warri, Rod Of Iron, Earl Sixteen und Flourgon. Banton schrieb diesmal die Riddims überwiegend selbst - im Intro zum Hit "Rightful Place" zwitschern Vögel und es kräht ein Hahn. Dank guter Vernetzung Bantons stammen weitere Riddims von Beats-Bastlern aus ganz Europa. Er versteht das Genre vor allem als politisches Sprachrohr und singt gegen Unterdrückung und Korruption, ohne den Zeigefinger zu erheben.

MARTIN SCHANO

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