| Efterklang: Magic Chairs |
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Kindlich-kitschige Kompositionen gibt es zur Genüge auf der dritten Platte von Efterklang, aber diese sind so gekonnt und stilsicher inszeniert, dass man schon nach wenigen Sekunden von Klaviergeklimper, Geigenklängen, Bläsern und exaltiertem Gesang in andere Sphären entführt wird. Sphären, die definitiv auf der guten Seite des Grats liegen. Ob es auf der dänischen Insel Als, wo drei Mitglieder von Efterklang aufgewachsen sind, wirklich von flatterhaften Fantasiewesen nur so wimmelt, sei dahingestellt. In den Songs von „Magic Chairs“ tummeln sich zumindest so einige davon. In „Harmonics“ etwa pfeifen die Dänen buchstäblich in den Märchenwald. Untermalt von gezupften Geigen, stellt man sich großäugige Niedlichkeiten vor, die unbeschwert durchs Gehölz springen. Bevor auch diese Rezension zur Kitsch-Katastrophe verkommt Efterklang funktionieren auch auf einer ganz weltlichen Ebene. Doch weil etwa „I Was Playing Drums“ den Zuhörer so sanft in einer Nussschale über die Wogen der Dänischen Südsee zu schaukeln scheint, muss zumindest bei der Rezension wieder der Kitsch-Grat überschritten werden. Efterklang verstehen sich eben besser im stilsicheren Tänzeln als Journalisten. Gott sei Dank. Unsere Bewertung:
MARTIN MÜLLER
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Musik 

Orchestrale Melodievernarrtheit aus Dänemark
