| Zeebee – Be My Sailor |
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„Be my sailor, be the captain of my heart“ – was für eine Aufforderung! Sängerin Zeebee weiß, wie sie den Zuhörer um den Finger wickeln kann. Das Album „Be My Sailor“ (Dope Noir) ist bereits ihr drittes Soloalbum, doch auf sie aufmerksam wurde ich erst, als sie dem famosen Wiener Produzenten Klaus Waldeck für das Album „Ballroom Stories“ ihre Stimme lieh. Mit einer ganz eigenen Stimmfarbe, die an amerikanische Sängerinnen der Zwanziger bis Fünfziger Jahre erinnert, philosophiert sie auf Tango-Rhythmen, gesampelte Streicher und Piano oder Downbeat-Effekte, produziert von besagtem Waldeck. Die Wörter verlassen dabei so langsam ihren Mund, dass man vermuten könnte, sie würde neben den Aufnahmen rauchen. Das würde durchaus passen, denn hinter der scheinbar devoten Aufforderung „Be my sailor“ steckt etwas Verruchtes, Unruhiges und Trauriges. Erstmals konkret wird sie in dem Satz „I am jealous“ des zweiten Liedes, am Ende des Albums unterlegt Waldeck die Botschaften denn auch konsequenterweise mit Blues. Doch bis dahin liefert Zeebee uns ein unterhaltsames, ja mystisches Soundbett für einen glamourösen Abend in einer Cocktailbar, an dem wir am liebsten die Drinks stehen lassen und ein paar Runden Disco-Fox tanzen würden. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich weitere Werke von Waldecks Label Dope Noir anhören, das Label feiert dieses Jahr zehnjähriges Bestehen – da sind einige Perlen entstanden. Unsere Bewertung:
Weitere Infos unter www.myspace.com/zeebeezeebee MARTIN SCHANO
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Musik 

Ballhaus-Atmosphäre in der Cocktailbar
