"Sitzpogo" auf der E-Werk-Bühne PDF Drucken

Selbstprofilierung auf Rockbasis gehört zu den Leidenschaften von Totte (rechts) und den Monsters of Liedermaching. Foto: PRDie Monsters of Liedermaching verbreiten Stammtisch-Atmosphäre in Erlangen

Die Monsters of Liedermaching, das sind Burger, Fred Timm, Labörnski, Pensen, Rüdiger Bierhorst und Totte. Kurzum: Ein halbes Dutzend Typen auf der Bühne, die samt Gitarren humorvoll ihre eigenen Liedchen feiern. Vom harten Rock-Titel bis zur zarten Ballade bewegen sie sich dabei fernab klassischer Liedermacherkultur. Am 24. November kommen die Monsters mit ihrer „Sitzpogo“-Tour ins E-Werk. Wir haben Totte vorab getroffen.

Sechs individuelle Liedermacher formieren sich zu einer Band – ein wohl einzigartiges Konzept. Was genau steckt dahinter?
Totte: Im Grunde haben wir einfach eine adäquate Nische gefunden, um zwei lieb gewonnene Betätigungsfelder zu verbinden: Selbstprofilierung auf Rockbasis und lockeres Stammtischtrinken mit Freunden. Das potenziert sich – auch durch unser Publikum – zu kurzweiligen Abenden.

Dann zählen klassische Liedermacher wie Reinhard Mey wohl eher nicht zu euren Vorbildern?
Totte: Unsere Vorbilder finden sich in allen möglichen Genres, denn letztlich sind wir sechs unterschiedlich kultursozialisiert worden, wenn es das Wort überhaupt gibt. Reinhard Mey hat tolle Songs mit Vorbildcharakter geschrieben, die Ärzte aber auch. Daher stehen wir den klassischen Liedermachern überhaupt nicht ablehnend gegenüber, doch jede Zeit braucht ihre eigene Themenverwurstung. Das heißt: Unser Umgang mit Sprache und Inhalten ist ein anderer.

Welche Persönlichkeiten stecken hinter Monsters of Liedermaching?
Totte: Wir sind sechs ganz normale Typen, die Spaß am Leben und auf der Bühne haben. Party ist mit uns garantiert; wir können auch ernsten Themen einen gewissen Humor abgewinnen. Zudem gehen wir teilweise „bürgerlichen“ Jobs nach. Burger besitzt eine Internetagentur für Design, und Labörnski arbeitet in einer Bank. Beide haben Familien zu versorgen, was mit den Monsters allein nicht so einfach wäre.

Spielt ihr lieber in Clubs oder auf Open-Air-Festivals?
Totte: Festivals sind klasse, weil man vor beeindruckenden Kulissen spielt und vor vielen Menschen, die einen nochnicht kennen. Andererseits können wir bei Clubshows mehr Nähe zum Publikum genießen, was unsere Auftritte ja sehr ausmacht. Auch können wir dort unsere gesamte Songpalette präsentieren. Auf Festivals spielen wir rockige Nummern.

Seit einiger Zeit geht eure Band in Sachen PR neue Wege...
Totte: Ja, mit den „Monsters Little Helpers“. Sie sind unsere wichtigste Unterstützung: Treue Hörer, die sich via Anmeldung über unsere Internetseite bereit erklärt haben, in den kulturellen Schmelztiegeln ihrer Heimatorte die von uns zugesandten Flyer, Plakate, Aufkleber und Konzertankündigungen zu verbreiten – alles ohne Vergütung. Wir könnten übrigensgerade im süddeutschen Raum noch mehr solcher edlen Recken gebrauchen. Unser Dank gebührt euch ewig!

Was mögt ihr, außer euren hilfsbereiten Fans, an Franken besonders?
Totte: Da wir auf Tour immer etliche Kilometer in kurzer Zeit zu bewältigen haben, sehen wir leider zu wenig von der schönen Umgebung. Toll ist auf jeden Fall, dass Wilhelm Röntgen eben jene Strahlen in Würzburg entdeckt und der Welt damit einen unfassbaren Dienst erwiesen hat.

Eure drei Live-Alben sind im Zwei-Jahres-Rhythmus erschienen. Rein rechnerisch wäre das nächste 2010 an der Reihe?

Totte:Hier beweist sich wieder mal, dass Mathematik nicht die Grundlage aller Dinge ist. Aktuell ist unsere neue Konzert-DVD „Das Auge hört mit“ erschienen. Dafür gönnen wir uns nun eine releasefreie Zeit, um genügend gutes Material für eine weitere CD zu sammeln. Mit ziemlicher Sicherheit wird auch dieses ein Live-Album. Angedacht ist es für 2011.

Interview:SCARLETT WISOTZKI 

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mathematiker  - dutzend?   |IP-83.171.147.xxx |01-03-2010 16:27:04
ein dutzend sind immer noch 12. oder ist das seit einführung des euro nur noch
die hälfte davon?

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