| NN-Rockbühne: Knapper Sieg in Runde 1 |
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Der Auftakt im gutbesuchten Nürnberger Jugendzentrum Quibble ist hart und bunt, aber leider auch sehr halbgar. Wie so oft im Post-HardCore-Genre, so ist auch bei „Sunset Fades To Phoenix“ der Name das Coolste. Kurzbehost und bunt gewandet (Merke: Neon ist das neue Schwarz) lärmen die Buben geradewegs nach vorne los. Leider werden zwischenrein ständig ärgerliche Pausen eingelegt, in denen die Fünf gefühlt endlos mit dem Rücken zum Publikum stehen. Als auch noch der übermotivierte Schlagzeuger nach einem Stimmschlüssel verlangt, ist die Luft endgültig raus. Gunzenhausen rockt in dieser Nacht nur mit angezogener Handbremse.
Was gefällt, ist der Ansatz von Sängerin Nina, ihre deutsch-englischen Texte kritisch zu halten und die Inhalte auch in den Ansagen aufzugreifen – zum Beispiel wenn es um nervige Tussis geht, die sich für die Disko nuttig aufbrezeln. Auch die Idee, Bert Brechts „Mackie Messer“ neu aufzulegen, ist nett. Trotzdem hört sich das Ergebnis im Ensemble über ganze Lieder hinweg fast ebenso kläglich an wie die Versuche des Autors, bei „Guitar Hero“ auf der PlayStation mit Bon Jovis „You Give Love A Bad Name“ endlich einmal fehlerfrei über die Runden zu kommen. Bitte zurück in den Übungsraum und dranbleiben!
Ab Position 3 wird dann endlich geschmeidig aufgerockt. Mit bunten Laserlicht-Ringen stürmen „Chasing Pete“ die dunkle Bühne und gehen gleich in die Vollen. Dynamischer, hochmelodischer und zwischenrein auch mal dezent-melancholischer PopPunkRock mit einem Händchen für Refrains, der souverän präsentiert wird und das Publikum auf Anhieb begeistert. Das Quartett vom Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Langenzenn macht gar keinen Hehl daraus, dass es stets mit eineinhalb Augen auf einen möglichen Radioeinsatz schielt (was beim Schwabacher Rocksender Star FM ja auch schon ein paar Mal geklappt hat). Das stößt in der Jury zwar nicht überall auf Gegenliebe, aber egal. Die Punktzahl am Ende kann sich sehen lassen, das Quartett wird von seinen mitgereisten Fans frenetisch gefeiert. Die späteren Sieger „The Deweys“ müssen als letzte auf die Bühne – und legen eine runde Vorstellung auf die Bretter. Normalerweise ist es ja immer so eine Sache, wenn Musiker möglichst viele Einflüsse in einen Topf packen. Im Fall von The Deweys trifft die Selbsteinschätzung indes den Nagel auf den Kopf: Rock mit dem Besten aus Funk, Blues und Metal. Charmanter Frontmann Punktet der Opener noch mit einer mächtigen Chili-Peppers-Kante, so schwenkt der Sound der fünf Helden im folgenden mehr Richtung Classic Rock – mit allen Vorzügen des Genres. Sänger Nicolai Stockhausen ist ein charmanter Frontmann, dem die Mädchenherzen nur so zufliegen. Auch die langen Gitarrensoli sind hier ein Traum. Nicht schlecht für einen verlängerten Faschingsscherz (die Band gründete sich aus einer Laune heraus auf einer Faschingsparty)! Mit einer coolen Version von 3 Doors Downs „Kryptonite“ verabschieden sich The Deweys von ihren Fans – um wenig später von der Jury nach Punkten knapp, aber verdient ganz oben aufs Siegertreppchen gehievt zu werden. Ob es ein Wiedersehen mit den Schwabacher und/oder Chasing Pete im Finale geben wird, wird sich bei den beiden noch ausstehenden Vorrunden im Juli und im September zeigen. Die zweite Vorrunde steigt am Freitag, 9. Juli, im Quibble. Band-Bewerbungen werden noch entgegengenommen. Alle Infos findet ihr auf www.nn-rockbuehne.de STEFAN GNAD Mehr Bilder von der ersten Runde der NN-Rockbühne im Quibble gibt's hier.
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Musik 

The Deweys gewinnen mit gekonntem Stil-Mix und traumhaften Gitarren-Soli
Zappenduster wird es mit „Bad Affair“, die ihrem Namen leider vollauf gerecht werden. Bei dem simplen Zwei-Akkorde-PopPunk der blutjungen Truppe stimmt so gut wie nix: Einsätze werden vergeigt, die Arrangement haken, die Songs pendeln zwischen völlig einfallslos und „Hoppla! Cooler Refrain!“. Gut, die Truppe ist blutjung und spielt seit gerade mal drei Monaten in dieser Besetzung, aber da ist nach obenhin trotzdem noch jede Menge Luft.
Händchen für die Refrains
heys und zwar habe ich eine frage...i...
Sehr guter, detailierter, ansprechend...
hmm ich hab da mit gemacht xD war lus...
Hallo Christine und Tina
sehr schönes Konzert gestern Abend! ...