Metzger suchen kreative Jugendliche PDF Drucken

Eine Lehre als Fleischerei-Fachverkäufer/in ist sehr abwechslungsreich

Mit Hauptschulabschluss oder Quali ist es nicht immer leicht, eine Ausbildungsstelle zu finden. Doch auch solche Bewerber haben 2009 noch Chancen: In Nürnberg und der Region werden aktuell mindestens 55 Lehrlinge als Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Fleischerei, gesucht.
Tina Bleisteiner gibt zu, dass Fleischerei-Fachverkäuferin nicht ihr Traumberuf war. Vor drei Jahren stand sie vor der Wahl: Arbeitslosigkeit oder eine Lehre in einer Metzgerei. Sie entschied sich für die Ausbildung — und heute ist die 20-Jährige froh darüber.
Seit dem 1. August ist Tina fertig und arbeitet nun als Verkäuferin bei der Metzgerei Wolf. „Ich hatte eine super Lehrzeit“, blickt sie zurück. Und: Nach der Lehre sind ausgebildete Fleischerei-Fachverkäufer/innen gesucht. „Unser Beruf stirbt langsam aus, weil es immer weniger Lehrlinge gibt“, sagt Tina. Sie kann es nicht verstehen, dass der Beruf so unbeliebt ist. „Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich“, beschreibt die 20-Jährige. „Wir haben viel mit Leuten zu tun.“ Neben dem Verkauf gehören unter anderem das Gestalten von Wurstplatten, oder das Anrichten von Salaten und Zusammenstellen von Präsentkörben zu den Aufgaben.

Leckere Wurstplatten

Und was Tina in der Ausbildung gelernt hat, kann sie auch privat umsetzen: Für Feste in der Familie richtet sie leckere Wurstplatten an. Kreativität ist dabei gefragt. Das Gestalten und der Umgang mit Leuten gefallen Tina am besten.
Aber nach drei Jahren Lehrzeit kennt sie auch die Nachteile. Wichtig ist: Immer freundlich zu bleiben — egal wie schwierig die Kunden sind. Wer den Job lernen will, sollte zudem nicht empfindlich im Umgang mit Innereien sein. Doch keine Angst: Die Teile vom Schwein oder Rind müssen nur geschnitten oder verpackt werden. „Mit Schlachten oder sogar Blut hat der Beruf nichts zu tun“, versichert Tina. Aber eine Begegnung mit einem toten Tier ist nicht ausgeschlossen: „Vor ein paar Tagen ist der Metzger mit einem Schwein über der Schulter an mir vorbei gelaufen“, erzählt Kristina Krenz und grinst dabei. Die 17-Jährige ist seit einer Woche Lehrling.
Sowohl Tina als auch Kristina raten jedem, der den Beruf lernen will, sich erst für ein Praktikum zu bewerben. „Man bekommt einen Eindruck und lernt den Betrieb kennen“, meint Tina. kfr
 

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