| Neuer Uni-Chef in Bayreuth |
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Die Uni Bayreuth mit ihren knapp 9000 Studierenden und 200 Professoren hat zum 1. April einen neuen Präsidenten: Prof. Rüdiger Bormann. Sein Amtsvorgänger Prof. Helmut Ruppert übergab ihm die Amtskette zum Abschluss eines dreistündigen Festaktes im fast gefüllten Auditorium maximum. Der gelernte Erdkundelehrer und Afrikaforscher Ruppert – der übrigens in Erlangen studiert hat und in den 70er Jahren Sprecher der bayerischen Assistentenschaft war – hat die Uni Bayreuth fast zwölf Jahre lang geleitet. Die zahlreichen Grußworte und Ansprachen beim Festakt machten vor allem eines deutlich: Tempo und Richtung mögen manchem nicht gepasst haben. Aber Ruppert pflegte beides klar zu bestimmen, was den Weg der Uni Bayreuth betrifft.
Sein Nachfolger Bormann (geboren 1952 in Bremen) hat Physik in Göttingen studiert und wurde 1979 dort promoviert. Die Habilitation erfolgte 1988. Von 1989 bis 1997 war Bormann Professor für Metallphysik an der Technischen Universität Hamburg- Harburg. Bis zum Wechsel nach Bayreuth leitete er in Hamburg das Institut für Werkstoffphysik und -technologie. In den vergangenen Jahren ist Bormann vor allem durch seine hochschulpolitischen Aktivitäten in den Fokus gerückt. Seit 2004 war er Mitglied des Wissenschaftsrats und Vorsitzender in dessen Ausschuss „Forschungsinfrastrukturen für die Grundlagenforschung“. 2006 rückte er in das Präsidium des Wissenschaftsrates auf. Bereits seit 2005 war er nicht nur Mitglied der Strategiekommission, sondern er saß auch in der Kommission, die über die Verteilung von insgesamt knapp einer Milliarde Euro aus der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern entschied. Nach dem Gründungsrektor Prof. Klaus Dieter Wolff (im Amt 1975 bis 1991, verstorben 2007) und den „Eigengewächsen“ Prof. Helmut Büttner (1991 bis 1997) und Ruppert ist Bormann der erste Präsident, der „von außen“ an die Uni Bayreuth kommt. Natürlich will er nicht gleich alles ganz anders machen als sein(e) Vorgänger, doch ein paar programmatische Ergänzungen gab er dennoch preis. So soll zum Beispiel die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen ausgebaut werden. Außerdem strebt er eine noch engere Verflechtung der Universität mit der Industrie in Oberfranken an. Für bemerkenswerte Akzente sorgte Prof. Margret Wintermantel, die Präsidentin der deutschen Hochschulrektorenkonferenz, in ihrer Festrede. Hier ein paar Zitate: „Die jungen Leute, die zum Lernen zu uns an die Universitäten kommen, stehen mit Mittelpunkt. Deshalb müssen wir als Lehrende begreifen, dass die Lehre nicht vom jeweiligen Fach aus zu sehen ist, sondern vom Studierenden aus.“ „Qualitätssicherung in der Lehre bedeutet nicht das Einhalten eines Mindeststandards, sondern das Bemühen um ständige Verbesserung.“ „Eine Prüfung ist nicht das Ziel des Studiums, sondern ein Instrument auf dem Weg zum Ziel, und das heißt gute Ausbildung.“ hlo
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