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Wie sich die Hochschulen auf den doppelten Abiturjahrgang 2011 vorbereiten
Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde das „Bündnis Studieren in Bayern“ ins Leben gerufen, um die Hochschulen rechtzeitig auf den doppelten Abiturjahrgang 2011 vorzubereiten. Spätestens zum Wintersemester 2011/12 müssen alle geplanten Maßnahmen greifen. Am 1. Februar gab es im Beisein von Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch und Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel eine Zwischenbilanz bezüglich Erlangen/Nürnberg.
Es sind imposante Zahlen: 4107 neue Studienplätze an der Uni Erlangen-Nürnberg und 1812 an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg sollen geschaffen werden, um für 2011 gerüstet zu sein - wenn die ersten G8- und die letzten G9-Abiturienten mehr oder minder gleichzeitig fertig werden und möglicherweise alle zusammen an die Hochschulen stürmen.
Dabei ist zu beachten: Da ein Bachelor-Studium in der Regel drei Jahre dauert, ergeben sich die Zahlen der Studienplätze aus der Summierung von drei Anfängerjahrgängen: An der Uni rechnet man also drei Jahre lang mit jeweils 1369 zusätzlichen (!) Studienanfängern, an der Ohm-Hochschule mit 604. Nur zum Vergleich: Zum Wintersemester 2009/10 hatte die Uni 6400 Studienanfänger, die Ohm-Hochschule 2400.
Nun ist ein „Studienplatz“ keineswegs irgendein Hocker an der Hochschule, auf dem der Student drei Jahre lang sitzt und dabei immer schlauer wird. Ein Studienplatz ist vielmehr eine rein rechnerische Größe, die sich aus zusammensetzt aus drei Faktoren: Dozenten, Räume und Ausstattung.
„Zusätzliche Studienplätze“ bedeutet also nichts anderes als mehr Geld – für mehr Dozenten, für mehr Räume und für deren sachgerechter Einrichtung. Insgesamt eine Milliarde Euro hat der Freistaat Bayern dafür eingeplant. Bei der Veranstaltung im Nürnberger Studentenhaus wurden nun einige konkrete Vorhaben vorgestellt, die von diesem Geld finanziert werden.
An der Uni Erlangen-Nürnberg soll ein Neubau für Mathematik und Informatik bis Juli 2011 fertig sein. Außerdem werden 4300 Quadratmeter für Lehrzwecke angemietet Die Zusammenarbeit mit den Fraunhofer-Instituten soll ebenso noch weiter ausgebaut werden wie mit dem Max-Planck-Institut (MPI) für die Physik des Lichts.
Um den doppelten Abi-Jahrgang über seine Möglichkeiten zu informieren, soll die Studienberatung weiter ausgebaut werden. Zudem sind zusätzliche Infotage, Studienbasare und Schulpatenschaften geplant.
Mit dem ganz großen Ansturm rechnet Uni Rektor Prof. Karl-Dieter Grüske zwar erst zum Wintersemester 2011/12. Doch „die ganz Schnellen“ unter den G9-Abiturienten sollen eine besondere Chance bekommen.
Sie können bereits zum Sommersemester 2011 in ingenieur-, natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern in 4-in3-Programme einsteigen. Das heißt, sie absolvieren den Stoff der ersten vier Semester in nur drei Semestern und machen dann im 5. Semester im regulären Bachelor-Studiengang weiter.
]Auch die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg will Kurzentschlossenen unter den G9ern entgegenkommen. Bereits wenige Tage nach dem Empfang ihrer Abitur-Zeugnisse können sie in das – dann bereits laufende – Sommersemester an der Fachhochschule einsteigen, und zwar in den Fächern Betriebwirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Informatik, Versorgungstechnik, Maschinenbau und Design.
Darüber hinaus plant das „Ohm“ laut seinem Präsidenten Prof. Michael Braun den Ausbau seiner dualen Angebote, sprich: Studium an der Hochschule und in der vorlesungsfreien Zeit Lehre in einem Betrieb.
Partner dabei – wie bei ähnlichen Angeboten der Universität – ist die >Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). Das ausführliche Spektrum dualer Studiengänge in Bayern ist unter www.hochschule.dual.de im Internet aufgelistet.
Das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg will bis Herbst 2011 ein neues Studentenwohnheim in Erlangen mit 71 Appartements bauen. Bis November 2011 soll außerdem die Mensa auf dem Erlanger Südgelände renoviert und modernisiert sein. Die Zahl der Plätze wird von 1000 auf 1400 erhöht.
Eine kleine Warnung vorweg: Wegen der Bauarbeiten findet die Bewirtung ab dem kommenden März in einem provisorischen Zelt statt.
hlo
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a) Bewährung kann nur bei einer Frei...
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