Uni hält an 500 Euro Gebühr fest PDF Drucken

Senat der Hochschule stimmte gegen Antrag der Studenten

An der Erlanger Uni wird weiter gezahlt. Foto: ohDie Universität Erlangen-Nürnberg wird nicht dem Beispiel der Nachbar-Uni Bamberg folgen und die Studiengebühren senken. „Der Senat hat den Beschluss gefasst, dass wir die 500 Euro pro Semester beibehalten werden“, sagte Uni-Kanzler Thomas Schöck auf Anfrage.

Zuvor hatte es innerhalb der Universität Debatten darüber gegeben, die Studiengebühren auf 400 Euro zu senken. Einige Fakutätsleitungen hatten sich klar dagegen ausgesprochen. weil sie nicht auf die zusätzlichen Mittel verzichten möchten. Eine Senkung der Gebühren um 100 Euro pro Semester würde der Uni jährlich insgesamt knapp vier Millionen Euro weniger einbringen.

Die studentischen Mitglieder des Senats dagegen hatten einen Antrag auf Senkung der Studiengebühren gestellt. Die gegenteilige Entscheidung wertet die Studentensprecherin Julia Goßler als Hinweis darauf, dass eine echte studentische Mitbestimmung an der Uni Erlangen-Nürnberg gar nicht erwünscht ist.
An der Universität Bamberg dagegen werden zum 1. April die Studiengebühren von derzeit 500 auf künftig 400 Euro gesenkt. Die Gebühr für Studierende im 1. Semester bleiben unverändert bei 300 Euro.

Eine entsprechende Änderunssatzung hat der Senat der Hochschule jetzt beschlossen. Er schmetterte damit den Wunsch der Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ab, die 500 Euro beizubehalten. Die grundsätzliche Entscheidung zur Senkung der Studiengebühren war bereits vor Weihnachten gefallen. Sie stelle jedoch „in keiner Weise eine übereilte Reaktion auf die Studierendenproteste im November und Dezember 2009 dar“, betonte der Senatsvorsitzende, der Historiker Prof. Mark Häberlein.

Starke Belastung

Die Senkung der Studiengebühr sei vielmehr die Empfehlung einer vom Vizepräsidenten für Lehre, Prof. Sebastian Kempgen, geleiteten Arbeitsgruppe. Den Ausschlag habe gegeben, dass „ein nicht unerheblicher Teil der seit 2007 eingenommenen Studienbeiträge bislang nicht ausgegeben worden ist“, sagte Häberlein.

Andererseits hätten „zahlreiche Studierende auf verschiedenen Wegen deutlich gemacht: Studienbeiträge in Höhe von 500 Euro pro Semester stellen insbesondere für einkommensschwache Familien und für diejenigen, die sich ihr Studium ganz oder teilweise durch Arbeit selbst finanzieren müssen, eine ernstzunehmende Belastung dar“.

hlo
 

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