Neu in Erlangen: Konstanze Söllner, Bibliotheksdirektorin PDF Drucken

Sie hat die Macht über die Leihbücher: Konstanze Söllner ist die neue Erlanger Bibliotheksdirektorin

Konstanze Söllner Foto: Ralf RödelDie Bibliothek als Ort des Lernens und Forschens weiter auszubauen und zu optimieren – so definiert Konstanze Söllner, die neue Direktorin der Universitätsbibliothek (UB) Erlangen-Nürnberg, ihr Ziel.

 

„Eine ideale Lernumgebung besteht nicht nur aus ausreichenden PC-Arbeitsplätzen und langen Öffnungszeiten“, erklärt die Nachfolgerin von Hans-Otto Keunecke. Im Vordergrund müsse die Unterstützung der Bibliotheksnutzer bei Literaturrecherche, Beschaffung von Medien und korrektem Zitieren stehen.

 

Die Bibliothek zum idealen Forschungsumfeld für die Wissenschaftler der Uni auszubauen, sieht Konstanze Söllner als wichtige Aufgabe. Dies bedeute aber nicht, dass an jedem Standort reihenweise Bücherregale stehen müssen. Vielmehr soll die Bibliothek verstärkt Servicestellen für Aufsatzlieferungen, Digitalisierungsdienste und Unterstützung beim Einreichen von Artikeln anbieten.

Um dieses Ziel zu erreichen kann sich die neue UB-Chefin „sehr gut vorstellen, mit anderen Bibliotheken in der Region zu kooperieren“. Außerdem gibt es seit kurzem einen neuen Online-Service namens Infodesk. Über den Link können die Nutzer des UB-Online-Angebots in direkten Kontakt mit den Mitarbeitern treten. Neben Anfragen werden auch Anregungen und Kritik entgegengenommen.

Konstanze Söllner stammt aus Plauen im Vogtland und arbeitete nach dem Abiur zunächst an der Universitätsbibliothek in Chemnitz. Von 1986 bis 1991 studierte sie Mathematik in Leipzig. „Die Zeit der Wende habe ich sehr bewusst und intensiv erlebt“, erinnert sie sich.
„Danach wollte ich, wie übrigens viele aus meinem Semester, die neue Freiheit nutzen, und habe noch ein weiteres Studium draufgesetzt.“  Sie entschied sich für evangelisch Theologie und studierte in Neuendettelsau, Erlangen und Moskau. Danach absovierte sie die Ausbildung als Bibliothekarin an der UB in Erlangen, wo sie bereits während der Studienzeit gejobbt hatte.

Ab dem Jahr 2000 war Konstanze Söllner dann an der UB der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München tätig. Zunächst war es dort ihrer Aufgabe „350000 Bücher aus 27 Institutsbibiliotheken zu einer gemeinsamen Teilbibliothek zusammzulegen“. Zuletzt war sie stellvertretende Leiterin der gesamten UB in München.

hlo

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