| Kein Stress mit der Shampoo-Flasche! |
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Man benötigt kein Startkapital (nicht einmal 5 Euro), man muss auch nicht pro forma eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gründen, und man muss auch keinen ausgeklügelten Businessplan erstellen. Ein schlaue Idee reicht, um beim Wettbewerb „innovation check“ mitzumachen. Und die gilt es, auf fünf Seiten plausibel darzustellen, um die Jury zu überzeugen.
Wer kennt das nicht? Shampooflasche aufheben, mühsam den Verschluss öffnen, Flasche rumdrehen, Shampoo in die eine Hand und dann auf die Haare, Verschluss mit anderen Hand zumachen, Flasche wieder hinstellen – wenn sie inzwischen nicht längst schon runtergefallen ist. Schluss damit, sagt der Erlanger Physikstudent Stefan Lücken: Und deshalb propagiert er den „monostatic dispenser“. Das ist eine Kugel, die immer in dieselbe Position rollt, und der auf sanften Druck hin aus einem Ventil das gewünschte Shampoo entweicht. Von der Jury wurde Stefan zwar nicht für einen Preis berücksichtigt, aber von Szene-Extra klar auf Platz 1 gesetzt.
Auf Platz 2 kam der Erlanger Doktorand Daniel Teichmann mit seiner Idee, eine spezielle Flüssigkeit als Träger der Energiequelle Wasserstoff zu nutzen. Denn die Energiegewinnung mit Wasserstoff ist technologisch bereits beherrschbar. Ein gewaltiges Problem ist jedoch dessen Speicherung. Entsprechende Leitungen und Tanks zu bauen wäre horrend teuer. Das Problem ließe sich lösen, denkt Teichmann, wenn man das bestehende Tankstellennetz nutzen und den Wasserstoff aus der Zapfsäule holt. Viktoria Langer und Stefan Dietz, die gerade erst angefangen haben, in Erlangen Molecular Science beziehungsweise Chemie zu studieren, belegten Platz 3. Die beiden dachten sich Allergie-Schnellteststäbchen aus. Damit können Erdnuss-Allergiker in einem ihnen unbekannten Essen rumrühren – und die Finger davon lassen, wenn das Stäbchen signalisiert: Vorsicht, da sind winzige Spuren von Erdnüssen drin! Einen Sonderpreis für ein Dienstleistungsprojekt bekam Benjamin Lehejcek, der Informatik an der Ohm-Hochschule studiert. Er schlägt ein System vor, mit dessen Hilfe man sich per GPS auch in großen Gebäuden zurecht finden kann – wo herkömmliche Navigationssysteme üblicherweise versagen.
Der Ideenwettbewerb „innovation check" wird ejdes Jahr gemeinsam von der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer der Uni Erlangen-Nürnberg (wtt) und der Zentralstelle für Wissens- und Technologietransfer (WTT) der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg veranstaltet. Dabei handelt es sich um das niederschwelligste Einstiegsangebot für Gründungswillige. Gleichwohl gibt es welches zu gewinnen: 1000 Euro für den Sieger, 600 Euro für den 2. Platz und 400 Euro für den 3. Platz. Dazu kommt ein 300-Euro-Sonderpreis für die beste Dienstleistungsidee, der von den Sparkassen in Mittelfranken gesponsort wird. Die besten zehn Teilnehmer dürfen außerdem kostenlos bei einem Seminar „Voraussetzungen für erfolgreich umgesetzte Geschäftsideen“ mitmachen. Infos unter www.scientrepreneur.de/ideenentwicklung/ideenwettbewerb hlo
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