Wachsen Pflanzen mit Musik besser? PDF Drucken

Corinna Fischer (14), Lisa-Marie Bieber und Lisa Bär (13) vom Gymnasium Eckental fanden heraus, dass die Kresse gar nicht auf Musik steht. Foto: Bernd BöhnerKuriose Erkenntnisse beim Wettbewerb "Jugend forscht"

Auf was man so alles kommen kann! Beim mittelfränkischen Regionalwettbewerb von "Jugend forscht/Schüler exeperimentieren" haben junge Talente bewiesen, wie einfallsreich sie sein können. Da wurde erforscht, warum es Bier überhaupt geben kann, ob Mikrowellen-Essen dick macht und ob Pflanzen mit Musik schneller wachsen. Wir stellen euch hier ein paar der jungen Tüftler und ihre Projekt vor und verraten, wer es bis ins Landesfinale geschafft hat.

Wachsen Pflanzen besser, wenn sie Musik hören? Das erforschten Corinna Fischer (14), Lisa-Marie Bieber und Lisa Bär (13) vom Gymnasium Eckental an Kresse. Sie fanden heraus, dass Musik das Wachstum der Pflanzen nicht beeinflusst. Leitete man jedoch Strom durch das Beet, wuchs die Kresse besser. Die Schülerinnen erklären sich dies dadurch, dass der Strom die Wassermoleküle in Bewegung hält und so die Nährstoffe besser verteilt werden.

Kaugummis helfen bei Tests nicht

Wer im Unterricht beim Kaugummikauen erwischt wird, benutzt oft die Ausrede, das sei gut für die Konzentration. Philipp Zagel (13) und Raphael Scheller (14) vom Gymnasium Pegnitz testeten, wie Kaugummi und Traubenzucker die Leistung tatsächlich beeinflussen. Die Gruppe, die vor einem schriftlichen Test Traubenzucker aß, erreichte durchschnittlich einen halben Punkt mehr. Dagegen halfen Kaugummis nichts – selbst ein Placebo hatte einen größeren Effekt.

Essen aus der Mikrowelle macht dick. Zu diesem Schluss kam Laura Zapf aus Neunkirchen zusammen mit ihrer Schwester Sabrina. Von zehn Mäusen bekamen fünf ihr Futter normal, die anderen fünf erst, nachdem es zunächst in der Mikrowelle aufgewärmt und dann wieder abgekühlt worden war. Ergebnis: Die Mikrowellen-Mäuse fraßen viel mehr und nahmen sehr stark zu.

Eine clevere Erfindung machten Iris Wechsler (12) und Enrica Schneck (12) vom Gymnasium Hilpoltstein: Der Schlüssellochfinder soll Sehbehinderten helfen, das Schlüsselloch zu finden. Er besteht aus einer Klammer, die einfach auf das Schloss gesteckt wird. An der Vorrichtung kann man dann die richtige Stelle für den Schlüssel leicht ertasten.

Was schmeckt besser: McDonald's oder Burger King?

In anderen Projekten ging es auffallend oft um das Thema Ernährung: Chiara Baumgärtel und Michele Marcinek vom Gymnasium Pegnitz zum Beispiel wollten wissen, was ihren Mitschülern besser schmeckt: selbst gebackenes Ciabatta-Brot mit hausgemachter Butter drauf oder entsprechende Produkte aus dem Supermarkt? Klare Antwort: die selbst gemachten Sachen.

Andreas Döpke und Julian Hochgesang aus Pegnitz nahmen Fastfood unter die Lupe und fanden heraus: Burger von McDonald’s schmecken den meisten Testpersonen nicht nur besser als die von Burger King. Sie sind auch ein kleines bisschen weniger fettreich (= weniger ungesund). Als Nachtisch könnte es dann die Schokolade geben, die Christoph Tausch, Simon Tempelmeier und Korbinian Weber (Gymnasium Hilpoltstein) fabrizieren. Dann aber wird man laut dem Kalorienberechnungsprogramm von Leopold Kammerer und Sven Schwarm (Bonhoeffer-Gymnasium Oberasbach) zu dick.

Das sind die Gewinner 

Der Jury indes gefielen ganz andere Projekte am besten. Folgende Schüler dürfen zu den nächsten Wettbewerbsrunden auf bayerischer Ebene fahren:
Schüler experimentieren (Neun- bis 14-Jährige): Christian Arnet, Treu-Gymnasium Lauf (Physik); Enrica Schneck und Iris Wechsler, Gymnasium Hilpoltstein (Arbeitswelt); Leopold Hiller und Pauline Weisgerber, Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg (Chemie), Moritz und Jonas Kuglstatter, Gymnasium Eckental (Geo- und Raumwissenschaften), Isabella Critelli, Nathalie Schraut und Nina Stockinger, Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg (Technik).
Jugend forscht (15- bis 21-Jährige): Veronika Brunner, Albert-Schweitzer-Gymnasium Erlangen (Biologie); Eva Weber, Gymnasium Eckental (Biologie); Florian Pinzner, Adam-Kraft-Gymnasium Schwabach (Chemie); Albert Sahradha, Ohm-Gymnasium Erlangen (Geo- und Raumwissenschaften); Moritz Diller, Platen-Gymnasium Ansbach (Technik); Timo Sandkühler und Johannes Thäter, Paul-Pfinzing-Gymnasium Hersbruck (Physik).

ANGELA SCHUBERTH, LOTHAR HOJA

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