| Eine ganze Klasse produziert Uhren |
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Wenn Schüler in Hasenkostümen mit Uhren tanzen, trendige Taschen aus alten Erdkunde-Karten zaubern oder aufgepimpte Klamotten verkaufen, dann ist es wieder soweit: Die Schülerfirmenmesse rockt Fürth. Dieses Jahr waren erstmals Schüler aus ganz Bayern eingeladen. 76 Firmen mit circa 800 Schülern von Bad Tölz bis Würzburg kamen vergangene Woche in die Fürther Stadthalle. Bei der Messe geht es vor allem um eines: Erfahrungen sammeln. Auch wenn kaum Vertreter aus der Wirtschaft anwesend waren, sollten die Schüler sich und ihre Firmen möglichst professionell präsentieren. Dazu gehören vor allem zwei Dinge: ein ansprechender Stand und ein überzeugender Werbespot. Und eine große Portion Wettbewerb: Am Ende der eintägigen Messe gab es drei Preise zu gewinnen – für den schönsten Stand, das beste Catering und den besten Werbespot. So stellen zum Beispiel die Schüler des St.-Thomas-Gymnasiums aus Wettenhausen individuell gestaltete Wanduhren her. Ob Big Ben, der Lieblingsverein oder ein Urlaubsfoto – bei der Firma „ic – individual clocks“ produziert eine ganze Klasse Uhren nach Wunsch des Kunden. Eine weitere lukrative Schülerfirma ist das Schulcafé „Chilli“ der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Hauptschule in Nürnberg. Im „Chilli“ bieten Schüler warme Speisen für ihre Mitschüler an. „Es ist immer volles Haus“, freut sich die Geschäftsführerin. Die Crew des Schulcafés – inzwischen immerhin 37 Leute – hat sogar an einer Serviceschulung im Café Sebald teilgenommen. Das verdiente Geld fließt wieder ins Café: Es werden neue Sofas gekauft oder eine Computerecke eingerichtet. Nie wieder ohne Regencape Mit einer der originellsten Ideen war die Schülerfirma „4 Festivals“ des Gymnasiums Pfaffenkirchen am Start. Sie bietet ein Büchlein mit Tipps und Tricks für den Besuch eines Festivals an. Darin werden Fragen beantwortet wie „Wo stelle ich mein Zelt am besten auf?“ oder „Wie komme ich ohne Karte in den VIP-Bereich?“. Außerdem haben die Schüler ein Survival-Paket für Festivals entworfen. Darin befinden sich etwa Zahnbürste, -pasta, Handtücher oder ein Regencape – Dinge, die man sonst einfach immer vergisst. Trotz aller guter Ideen konnten am Ende nur drei Firmen den ersten Preis und damit je 100 Euro gewinnen: Beste Cateringfirma wurde die „Coole Schule“ der Herzog-Heinrich-Hauptschule in Neumarkt, die drei Tage pro Woche ein Frühstücksbuffet, Mittagsimbisse und Snacks für zwischendurch anbietet. Den Preis für den besten Werbespot ergatterte „Cucina Mille Modi“, eine Cateringfirma für italienisches Essen, die dem Fast-Food-Trend entgegenwirken will. Als schönster Stand wurde „MaWINdy“ ausgezeichnet. In dieser Firma bringen Schüler alten Menschen den Umgang mit dem Handy näher. LISA SOLLFRANK
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Auf der Schülerfirmenmesse haben sich Teams aus ganz Bayern präsentiert
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