| "Wenn es zu viel wird, schalten wir ab" |
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Weil eine Klausur die nächste jagt, verbringt ihr die Nachmittage lernend am Schreibtisch, nachts könnt ihr vor Prüfungsangst nicht schlafen. Mitte Februar gibt’s Zwischenzeugnisse, in vielen Schulen ist am ersten Februar Notenschluss. Welcher Leistungsdruck in dieser Zeit auf manchen Schülern lastet, beschreibt Alessandra Brüchner (16) vom Nürnberger Sigena-Gymnasium, die ein Praktikum in der Extra-Redaktion gemacht hat. Schwitzige Hände, heiße Stirn, Flattern im Magen. Ich hab’ keine Ahnung, was ich in diesem Test schreiben soll. Das Blatt vor mir ist genau so leer wir mein Kopf. Die Formel aus dem Chemiebuch? In den letzten Tagen habe ich sie stundenlang angestarrt, ab- und umgeschrieben. Und jetzt ist sie einfach weg! Eine halbe Stunde vor Prüfungsende schmiere ich meine Erinnerungsreste aufs Papier. Und dann — abgeben. Mist, eine weitere wichtige Schulaufgabe, eine weitere wichtige Note — versemmelt. Was wird der Lehrer sagen, wie werden die Eltern reagieren? Auch ich selbst wollte gute Noten schreiben, ein gutes Zeugnis haben und in weiter Ferne ein gutes Abitur machen. Puh, ganz schön viel Leistungsdruck für eine Person. Lehrer und Eltern pochen oft auf gute Noten und saubere Leistungen und wollen die Schüler zu höchsten Anstrengungen motivieren. Aber: Ist der Druck zu stark, steigst du letztlich aus. Es ist kontraproduktiv, zu viel auf uns Schüler einzuwirken. Irgendwann machen wir dicht und wollen nichts mehr hören. Doch wie entsteht Leistungsdruck überhaupt? Ich glaube, er ensteht durch falsches Zeitmanagement vor Prüfungen. In der Schule gibt’s ab und an zwei Monate Leerlauf, darauf folgen drei Wochen Lernstress pur. Das heißt: viele Schulaufgaben innerhalb kürzester Zeit. Wir müssen für mehrere Fächer gleichzeitig lernen; oft reicht die Zeit nicht, um wenigstens für ein Fach richtig zu üben. Mathe, Chemie, Englisch, Latein — da ist es kein Wunder, wenn das ganze Wissen im Kopf durcheinander fliegt. Kann man dieses Chaos nicht verhindern? Die Lehrer müssten sich nur absprechen, wann sie uns Schülern welches Wissen in den Kopf hämmern wollen. Schriftliche Prüfungen könnte man auch über einen längeren Zeitraum hinweg verteilen. Dazu müsste man einen Blick auf den überfüllten Schulaufgabenplan werfen und mit den Kollegen verhandeln. Dabei finde ich es völlig daneben, wenn Lehrer sich rausreden wollen, indem sie sagen: „Ich habe mich zuerst im Plan eingetragen.“ Bitte, liebe Lehrer: Eure Kompromissfähigkeit ist gefragt! Abgesehen davon hilft es auch bei perfekt gesetzten Terminen nicht, wenn der Lehrer schon Wochen zuvor nur noch von der Prüfung spricht. Jede Stunde wird an den Test erinnert und betont, wie viel zu üben ist. Das macht uns Angst! Und wenn wir unendlich viele Schulstunden auf einen Test hinarbeiten, haben wir irgendwann die Nase voll von dem Stoff. Meistens fehlt uns die Lust, uns daheim nochmal damit zu beschäftigen. Ein weiterer Grund, warum wir unter Druck stehen, sind die hohen Erwartungen unserer Eltern. Wenn’s mit den Noten nicht gut ausschaut, finanzieren sie uns einen Nachhilfelehrer. Schließlich wollen sie das Beste für ihr Kind — und erwarten im Gegenzug Anstrengungen. Also wird geübt und geübt. Aber was, wenn bei der Schulaufgabe vor Nervosität wieder kein berauschendes Ergebniss herauskommt? Schüler und Eltern sind bitter enttäuscht. So viel Geld — einfach in den Sand gesetzt! Und wenn wir dann noch anfangen, über unsere Zukunft nachzudenken... So drei Jahre vorm Abi sollte man ja wissen, ob man später ins Studium oder doch lieber in die Ausbildung will. Der Berufsberater an der Schule betont: „Lieber zu früh als zu spät Gedanken machen über die Zukunft.“ Verwandte und Bekannte der Eltern fragen beim Smalltalken: „Was willst du mal nach der Schule machen?“ Und die Eltern selbst wüssten auch gerne, was ihr Sprössling vorhat. Vorher sollen wir das wissen? Uns schwirrt der Kopf vor Erwartungen und Ansprüchen. Ich sehe nur einen Weg, aus diesem Stress-Strudel wieder rauszukommen. Eltern und Lehrer können uns nicht wirklich helfen – sie werden ihre Anforderungen wohl nie zurückschrauben. Man sollte bei sich selbst anfangen und entspannt bleiben. Wenn wir gut Planen, bevor der Lernstress anfängt, und uns zwischendrin immer wieder Erholungspausen gönnen, könnte das klappen. Und vielleicht haut’s dann beim nächsten Mal auch mit der Note hin.
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Zukunft 

Vor den Zwischenzeugnissen sind Schüler im Stress - Eine Gymnasiastin schildert ihr Leid
heys und zwar habe ich eine frage...i...
Sehr guter, detailierter, ansprechend...
hmm ich hab da mit gemacht xD war lus...
Hallo Christine und Tina
sehr schönes Konzert gestern Abend! ...