Recyclingpapier schützt die Umwelt PDF Drucken

 Die Schüler des Wahlkurses „Umwelt-Schule“ wollen die „grüne Revolution“. Foto: Charlotte GroßkopfAm Gymnasium in Hilpoltstein verkaufen die Schüler Hefte aus Recyclingpapier

Die  Klimakatastrophe steht vor der Tür und Umweltschutz geht uns alle an. Klar, aber was kann man als Schüler denn schon für unsere Natur tun? Dass man immer den Stecker ziehen oder das Licht ausschalten sollte, nachdem man den Computer heruntergefahren hat oder einen Raum verlässt, leuchtet jedem ein.  Aber was kann man darüber hinaus zum Klimaschutz beitragen, wenn man die meiste Zeit in der Schule oder am Schreibtisch verbringt? Auf Umweltpapier schreiben, lautet die Antwort der Schüler vom Wahlkurs „Umwelt-Schule“. Sie planen eine Recyclingpapier-Revolution am Gymnasium Hilpoltstein (Landkreis Roth).
Aus 100 Prozent Altpapier sind die Schulhefte und Schreibblöcke, die die engagierten Weltverbesserer jeden zweiten Freitag in der Pause an den Mann bringen wollen. „Wir wollen unsere Mitschüler überzeugen, nur noch auf Recyclingpapier zu schreiben“, erklärt Mathias Maurer, Elftklässler und itglied des Kurses „Umwelt-Schule“. Damit jedoch nicht genug: Die Schüler des Wahlkurses wollen die Schulleitung davon überzeugen, auch die Kopierer des Gymnasiums Hilpoltstein nur nochmit Recyclingpapier zu betreiben.

Bei 1,4 Millionen Arbeitsblättern oder Rundschreiben, die in einem Schuljahr kopiert werden, könnte ein enormer Effekt für die Umwelt erzielt werden. „Wir würden genug Energie sparen, um zehn Klassenzimmer ein ganzes Jahr ang zu beleuchten“, haben die Mitglieder von „Umwelt-Schule“ nachgerechnet. Allerdings ist es gar icht so leicht, so einen Umschwung zu erwirken, denn es gibt immer noch Vorurteile gegenüber Umweltpapier.

Diese sind jedoch unbegründet, denn inzwischen wurde nachgewiesen, dass Recyclingpapier genau dieselben Qualitätsanforderungen wie das sogenannte Frischfaserpapier erfüllt. Umweltpapier muss weder unansehnlich braun noch überteuert sein – dank moderner Herstellungsmethoden und Händler, die es auch in großen Massen einkaufen.

Und es braucht zwei Drittel weniger Energie zur Herstellung und wird ausschließlich aus Altpapier gewonnen. Herkömmliches weißes Papier hingegen wird aus Holz hergestellt, für das größtenteils der Regenwald oder nordische Nadelwälder gerodet werden.

Es klingt unglaublich, aber allein für die Papierproduktion wird alle zehn Sekunden ein ganzes Fußballfeld kahl geschlagen. Und das, obwohl Deutschland Weltmeister im Mülltrennen ist und Altpapier eine energiesparend Alternative darstellt. 

Trotzdem schreiben die meisten Schüler immer noch auf normales Papier. Es ist schwierig, alle Schüler davon zu überzeugen, sich für Schreibutensilien mit dem Blauen Engel zu entscheiden. Schließlich muss jeder selbst entscheiden, ob er das chemisch gebleichte Frischfaserpapier aus meist illegal gerodetem Holz dem umweltschonend hergestellten Recyclingpapier vorzieht – oder eben nicht. 

CHARLOTTE  GROSSKOPF

Zusatzinfo:

Der  „Blaue Engel“ ist das wichtigste Gütesiegel für Recyclingpapier. Es garantiert, dass das Produkt aus mindestens 95 Prozent Altpapier besteht und die gleiche Qualität von weißem Frischfaserpapier besitzt. Es wird streng kontrolliert, dass bei der Herstellung der Papierprodukte viel weniger Wasser und Energie benötigt wird.

Weitere Infos zum Thema Recyclingpapier findet ihr unter:

www.jugendumwelt.de/papier und www.treffpunkt-recyclingpapier.de/schule

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Kate  - krass   |IP-84.149.37.xxx |12-04-2010 15:28:31
hätt ich nie gedacht... is ja echt krass das mit dem fußballfeld

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