|

„L’ AbiBac, c’ est cool!“ heißt die Devise der 10d — Die Schüler machen zusätzlich das französische Abi
Kaum Franzosen wollen noch Deutsch an der Schule lernen: Nachdem Tokio Hotel die Charts nicht mehr stürmt, ist auch das Interesse der Schüler an der Sprache abgeflacht. Diesen Trend sieht man allerdings auch hierzulande. Spanisch wird immer beliebter, Französisch ist out. Die Schulen kämpfen gegen diese Entwicklung. Am Neuen Gymnasium in Nürnberg können die Schüler neben dem deutschen auch das französische Abitur machen: in der „AbiBac-Klasse“.
Die Klasse 10d ist die Pilotklasse am Neuen Gymnasium, das als einzige Schule in Nordbayern das „AbiBac“ anbietet. Die 22 Schülerinnen und Schüler haben sich entschieden, das französische Abitur („Baccalauréat“ oder kurz „Bac“) gleich mitzuschreiben. Das bedeutet aber auch: mehr lernen und länger in der Schule sitzen, wenn die anderen Zehntklässler bereits nach Hause dürfen.
Mehr Unterrichtsstunden
„Die Schüler haben eine Intensivierungsstunde Französisch und eine Zusatzstunde Geschichte pro Woche mehr als andere Klassen“, erklärt Silvia Pfauntsch, die den Erkunde-Unterricht auf Französisch hält. Auch das Fach Geschichte wird in der Fremdsprache unterrichtet. In Tests fließt aber die sprachliche Korrektheit nicht in die Bewertung ein. „Vorteil am bilingualen Unterricht in Geschichte und Geografie ist, dass man viel mit Karten und Grafiken arbeiten kann und nicht alles über die Sprache vermitteln muss“, meint die Lehrerin.
Weil die Schüler der 10d aber unterschiedliche Französisch-Kenntnisse mitbringen – die einen lernen seit der 5. Klasse, die anderen seit der 8. Klasse und ein paar sind sogar Muttersprachler – ist es nicht immer für alle leicht, dem Unterricht zu folgen. Wenn die Schüler also den AbiBac-Zweig abbrechen wollen, so ist das problemlos möglich. Sie erhalten sogar einen Nachweis, dass sie am bilingualen Unterricht teilgenommen haben.
Wer aber den nötigen Ehrgeiz besitzt, hat nach drei Jahren neben dem normalen Abitur auch das französische Bac in der Tasche, was enorm viele Vorteile mit sich bringt: Du lernst die Sprache besser und intensiver und wirst bevorzugt für deutsch-französische Studiengänge zugelassen. Außerdem hast du bessere Einstellungschancen, weil es in Deutschland viele französische Unternehmen gibt, und dein Arbeitgeber sieht an deinem Abizeugnis mit Prädikat, dass du gerne Zusätzliches leistest.
Von den 22 Schülern der 10d möchten nur drei aussteigen und normal weitermachen. „Da ich nicht so viel verstehe, ist der Unterricht nicht interessant“, meint ein Junge, der erst seit drei Jahren Französisch lernt. Die anderen wiederum hängen sich gerne etwas mehr rein und finden es okay, länger in der Schule zu sitzen. „Das zweisprachige Abitur ist gut, weil ich dann im Ausland studieren kann und außerdem besitze ich einen größeren Wortschatz“, meint ein Mädchen.
Abitur schreiben die Schüler dann freilich schriftlich und mündlich in Französisch. Zudem gibt es ein schriftliches Abi in Geschichte in der Fremdsprache und statt dem schriftlichen Deutsch-Abi ist nur die mündliche Variante vorgesehen.
Stefanie GOEBEL
|
Hier geht es zu Tutoria http://www.tu...
yo ich bin der typ von dem auch beric...
Hier wird leider eine Falschinformati...
Wenn Du mal Sehnsucht nach good old G...
Hallo "anonym", danke für ...