| Gib mir ’nen Ball |
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Fußball ist ihr Leben – und das nicht nur zur Fußball-WM: Luca, Daniel, Madlen und Gianni sind vier von 156 Schülern an der Bertolt-Brecht-Schule in Nürnberg-Langwasser, die in die Eliteschule des Fußballs gehen. Ihr Ziel: Fußball-Profi werden. Vor zwei Jahren hat der Deutsche Fußballbund (DFB) das Zertifikat Eliteschule an die Schule im Nürnberger Süden verliehen – als eine von zwei Schulen in Bayern. Seit 1999 wird der Leistungssport dort bereits gefördert. Der Vorteil der Brecht-Schule ist, dass hier drei Schulen vereint sind: Haupt-, Realschule und Gymnasium. In jedem Schulzweig gibt es pro Jahrgangsstufe eine Leistungsklasse mit Sportarten wie Handball, Basketball, Leichtathletik oder eben Fußball. FCN-Profi Ilkay Gündogan ist wohl momentan der berühmteste Schüler der Gesamtschule. Aber auch Patrick Schönfeld, der in Oberhausen spielt, drückte hier schon die Schulbank.
Madlen Hiereth (13) kommt aus Neumarkt und geht seit zwei Jahren in die Sportklasse des Bert-Brecht-Gymnasiums. „Neben dem Haus meiner Eltern ist ein Fußballplatz, mein Vater spielte da und ich habe es dann selbst probiert“, erzählt die Schülerin. Mit Erfolg: Bei einem Auswahltraining wurde sie von Jürgen Weber, Projektleiter der Eliteschule, entdeckt. Wie jede andere würde auch sie sich gerne in die Damen-Nationalmannschaft hocharbeiten, aber bei Turbine Potsdam würde es ihr auch gefallen. Momentan trainiert sie mit der U15-Mannschaft des 1. FC Nürnberg und spielt im rechten Sturm. Ihr Lieblingsspieler der Nationalelf? Ganz klar, Toni Kroos! „Er ist jung und hat sich nach oben gekämpft.“ Gianni Böttcher (11) hat ein großes Vorbild: Lionel Messi. Außerdem möchte er mal bei Barcelona spielen, auch wenn Messi dann schon in Rente gegangen ist. Der Junge aus Ansbach hat täglich einen weiten Weg von zu Hause in die Bertolt-Brecht-Hauptschule. „Dreimal in der Woche habe ich bis halb fünf Unterricht“, sagt Gianni, wobei er im Ergänzungsunterricht schon immer seine Hausaufgaben erledigen kann. „Am Mittwoch kann ich mich mit Freunden treffen“, freut sich der Elfjährige. Denn in seinem Verein, der SpVgg Ansbach, muss Gianni – mit vier Jahren haben ihn die Eltern dort angemeldet – freilich auch noch trainieren.
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