Elektromotor treibt Rennauto an PDF Drucken

Die Studenten Volker Karras, Tobias Donhauser und Joannis Imionidis (in Teamkleidung von links), die Professoren Horst Rönnnebeck, Peter Kurzweil und Bernhard Frenzel (im Anzug von rechts) und das Projekt: ein Elektromotor in einem Formula-Student-Rennauto. Foto: Wolfgang SteinbacherTeam der Hochschule Amberg-Weiden stellt sich neuer Herausforderung

"Wir wollen zeigen, dass man auch mit einem Elektroantrieb ein leistungsfähiges Rennfahrzeug antreiben kann“, sagt Prof. Horst Rönnebeck, Mentor des „Running Snail Racing Teams“ der Hochschule Amberg-Weiden.


Seit 2005 ist das Team – recht erfolgreich – bei europäischen Wettbewerben der Formula Student (FS) vertreten. Bisher werden diese Wettbewerbe mit Verbrennungsmotoren (von Motorrädern) ausgetragen.


Dem Trend in der Automobilindustrie folgend, soll es in Zukunft zunehmend auch Wettbewerbe für studentische Rennautos mit Elektromotoren geben. Und bei dieser Formula Electric wollen die Amberger möglichst von Beginn an eine führende Rolle spielen. Deshalb bauen sie für die laufende Saison 2010 nicht nur einen völlig neuen Flitzer mit Verbrennungsmotor, sondern parallel dazu ein Rennauto mit Elektroantrieb, das spätestens 2011 einsatzbereit sein soll.


Als Grundlage dient das Fahrzeug, welches das Running Snail Racing Team im Jahr 2007 eingesetzt hatte. Völlig neu daran wird der Elektromotor sein, den Studenten unter der Regie von Prof. Bernhard Frenzel entwickeln. „Unsere Antriebseinheit wird etwa genauso groß sein wie ein herkömmlicher Elektromotor mit etwa drei Kilowatt Leistung – aber weitaus mehr als die zehnfache Leistung bringen,“ verspricht Frenzel, „wir wollen 48 Kilowatt erreichen, also ungefähr 65 PS.“


Und weil das maximale Drehmoment eines solchen Motors (60 Newtonmeter) über den gesamten Drehzahlbereich verfügbar ist, erwarten sich die Amberger Rennautobauer von ihrem Elektrofahrzeug ein gewaltiges Beschleunigungsvermögen.


Natürlich braucht ein Elektromotor auch eine Energiequelle, sprich eine Batterie. Und deshalb ist Prof. Peter Kurzweil noch mit im Boot, der an der Hochschule Amberg-Weiden das Fach Elektrische Energiespeichertechnik lehrt.


„Ein Motor mit dieser Leistung braucht eine Batterie mit dem Volumen eines Wasserkübels“, erklärt Kurzweil. „Die Herausforderung wird sein, dieses Volumen im Fahrzeug unterzubringen. Wir wollen die Batterie als dünnes schmales Band bauen, dass sich durch das gesamte Auto schlängelt“.

hlo

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