| Gewebe im Gefrierschrank |
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Aufheben statt wegwerfen – nach diesem Motto arbeitet eine neue Gewebebank am Erlanger Universitätsklinikum. Die Wissenschaftler versprechen sich davon noch bessere Voraussetzungen für die Tumorforschung.
Denn bei solchen Behandlung werden den Patienten oft Gewebeproben entnommen, damit ihre Krankheiten diagnostiziert werden können. Nach den Diagnose-Untersuchungen wir das Restgewebe in aller Regel nicht mehr benötigt, sondern als Kliniksondermüll entsorgt. Doch es gibt auch Wissenschaftler, die damit noch etwas anfangen können. Die Grundlagenforscher nämlich, die in den erkrankten Geweben nach sogenannten Biomarkern für bestimmte Tumorarten suchen. Mithilfe dieser charakteristischen biologischen Merkmale sollen sich in Zukunft Krebserkrankungen voraussagen und in ihrer Entstehung verhindern lassen. Für diese Grundlagenforschung wird also künftig ein größerer Anteil von Restgewebe in der UCC-Gewebebank eingelagert. Damit steht es Tumorforschern aller medizinischen Fachdisziplinen zur Verfügung. „Wir wollen möglichst alle operativen Fächer des Uni-Klinikums Erlangen mit dem Betrieb einer zentralen Gewebebank unterstützen und die Sammlung von Geweben vollständig in den Stations- und OP-Alltag integrieren“, erläutert Projektleiter Tilman Rau. Entscheidend dabei ist, dass die Gewebeproben mit den dazugehörigen klinischen Daten verknüpft werden. Datenschutz spielt dabei eine sehr große Rolle: Die Patienten unterschreiben eine Einverständniserklärung und ihre Daten werden bei der Aufnahme in die Gewebebank anonymisiert. hlo
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